Bundesliga

Gehaltsverzicht in der Corona-Krise: Neuer deutet Bereitschaft an

Manuel Neuer
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Ausgelöst durch die Forderungen von CSU-Politiker Markus Söder ist in den vergangenen Tagen eine hitzige Debatte in der Fussball Bundesliga rund um das Thema Gehaltsverzicht durch Profis entstanden. Wie die „BILD Zeitung“ berichtet, hat diese Thematik mittlerweile die Klubs erreicht und viele Vereine diskutieren einen freiwilligen Gehaltsverzicht ihrer Profis bereits. Bayern-Kapitän Manuel Neuer hat sich bisher als einer der wenigen Profis zu dieser Fragestellung geäußert und durchaus Bereitschaft signalisiert Gehaltseinbußen hinzunehmen.

Auch wenn es schwer ist den genauen finanziellen Schaden zu beziffern, welcher durch die Corona-Krise in der Fussball Bundesliga entsteht, bereiten sich die Klubs bereits auf darauf vor. Ein großes Thema dabei ist auch die Frage, ob und welchen Beitrag die Profis beitragen können. In erste Linie geht es dabei um die Frage, sind Stars bereits auf Teile ihres Gehalts zu verzichten, so lange die Bundesliga ihren Spielbetrieb eingestellt hat.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifer hatte am Dienstag bereits betont, dass diese Fragestellung die Klubs bereits beschäftigt. Laut der „BILD Zeitung“ laufen bei vielen Vereine solche Gespräche bereits, auch beim FC Bayern.

Bundesliga-Kapitäne schweigen, nur Neuer äußert sich

Die „BILD Zeitung“ hat bei allen 18 Kapitänen in der Fussball Bundesliga angefragt ob die Spieler der jeweiligen Teams für einen Gehaltsverzichte im Zuge der Corona-Krise bereit wären. Kurioserweise wollten bzw. durften sich 17 davon nicht äußern. Nur FCB-Kapitän Manuel Neuer bezog hierzu Stellung und deutete an, dass das Thema auch Bayern-intern bereits angekommen ist: „Wie jeder andere Mensch in dieser Zeit machen auch ich und die anderen Fußballprofis uns darüber Gedanken, wie man mit der Situation am besten umgehen kann.“

Immerhin, manche Vereine reagierten auf die Anfrage und äußerten sich dazu. Der BVB erklärte unter anderem, dass „dieses Thema intern mit der Mannschaft“ besprochen wird. Auch in Mainz denkt man in diese Richtung, betonte aber, dass es „noch zu früh“ sei für solche Maßnahmen. In Hoffenheim laufen diesbezüglich scheinbar schon die Gespräche: „Selbstverständlich diskutieren und planen wir intern derzeit in viele Richtungen – auch mit unseren Spielern.“

Es wird spannend zu sehen wie sich die Diskussionen in den kommenden Tagen und Wochen weiterentwickelt.