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Vertrags-Chaos in der Bundesliga: die Zeit rennt davon

Alexander Nübel
Foto. Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Die Corona-Krise bedroht die Welt und damit auch den Fußball. Noch immer ist nicht sicher, wie die Saisons in Europa beendet werden können. Dabei drohen nun aber auch vertragliche Probleme, wie Eurosport unter anderem berichtet. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Arbeitspapiere diverser Kicker zum 30. Juni 2020 enden. Doch was, wenn die Saison dieses Datum aufgrund der Corona-Problematik überzieht?


Beim FC Bayern München läuft aktuell kein Vertrag zum 30. Juni 2020 aus, Vertragsgespräche laufen derzeit, um Spieler an den Verein zu binden, die 2021 und bzw. oder darüber hinaus ohne Arbeitspapier da stünden. Bei der Konkurrenz sieht es hingegen anders aus, so befindet sich Ex-Bayern-Star Mario Götze beim BVB beispielsweise in seinem letzten Vertragsjahr. Der Rechtsanwalt Dr. Andrej Dalinger verriet dem TV-Sender Sport1 auch Nachfrage, dass Sondervereinbarungen und Anschlussverträge geschlossen werden könnten.

Knifflig wird dies allerdings bei Spielern, die schon einen Anschlussvertrag bei anderen Klubs unterschrieben haben. Beispiel: Alexander Nübel, Noch-Torwart der Schalker, künftig beim FC Bayern im Kader. Sollte das Verbandsrecht hier eine Ausnahme gestatten, könnte Nübel einen Ein-Monats-Vertrag mit dem FC Schalke 04 unterschreiben, um bei einem Saison-Abschluss-Szenario noch im Kader der ‚Knappen‘ stehen zu können, ehe er im Anschluss und eventuell nach dem 30. Juni zum FC Bayern wechselt. Noch komplizierter würde es werden, wenn sich Spieler während dieser kurzzeitigen Periode verletzen.

Durch Gehaltsverzicht haben Bundesliga-Klubs wie Borussia Mönchengladbach bereits rund eine Million Euro einsparen können. Auch weitere Schritte wie Kurzarbeit werden überprüft, um Kündigungen zu vermeiden.