Bundesliga

DFB-Präsident Keller betont: „Wiederaufnahme des Spielbetriebs geht nicht zu zulasten des Gesundheitssystems“

Fritz Keller
Foto: Thomas Boecker/DFB/Pool/Getty Images

In den vergangenen Wochen und Tagen ist eine öffentliche Debatte darüber entfacht, ob der Fussball in Deutschland eine Sonderrolle einnehmen darf und inwiefern eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga mit Blick auf die aktuelle Lage überhaupt gerechtfertigt. Nun hat sich auch DFB-Präsident Fritz Keller hierzu geäußert und betont, dass die Bundesliga-Fortsetzung nicht zulasten des Gesundheitssystems gehen wird.



Aktuellen Medienberichten zufolge wird die Fussball Bundesliga mehr als 20.000 Corona-Tests benötigen, um die laufende Saison regulär zu beenden. Diese Zahl hat zuletzt für viel Diskussionen in Deutschland gesorgt. Die Kritik an den DFL-Plänen wird immer größer.

DFB-Präsident Fritz Keller äußerte sich nun erstmals zu der aktuellen Debatte und betonte dabei, dass der Fussball in Deutschland keine Sonderrolle einnehmen wird.

„Es werden keine Testkapazitäten beansprucht, die anderswo fehlen“

In einem Gastbeitrag im „kicker“ betonte Keller, dass die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Deutschland nicht zu nicht zulasten des Gesundheitssystems gehen wird: „Wir wissen ganz genau, wo derzeit die Prioritäten liegen. Deshalb haben wir so schnell gehandelt und den Spielbetrieb bis auf Weiteres eingestellt. Wir garantieren, dass die Wiederaufnahme des Spielbetriebs, zunächst noch ohne Fans in den Stadien, nicht zulasten des Gesundheitssystems gehen wird“. Zudem versprach der 63-jährige, dass die Bundesliga-Fortsetzung auch nicht zum Nachteil von anderen geschehen wird: „Es werden keine Testkapazitäten für Sportlerinnen und Sportler beansprucht, die an anderer Stelle fehlen würden“.

Laut Keller sei es selbstverständlich, dass „andere gesellschaftliche und systemrelevante Gruppen Vorrang haben“ in Sachen Testkapazitäten. Der DFB-Präsident verwies jedoch auch darauf, dass er Fussball in Deutschland ein „wichtiger Wirtschaftszweig, den es zu erhalten gilt“.

Kommenden Donnerstag, 23. April, tagt die DFL erneut mit den 36 Profi-Klubs, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Für Keller werden die kommenden Gespräche entscheidend sein: „In dieser Woche werden wichtige Weichen gestellt, wie es in den ersten drei Profiligen in Deutschland weitergeht“.

Berichten zufolge pant die DFL den Spielbetrieb Anfang Mai wieder aufzunehen, hierfür bedarf es jedoch einer entsprechenden Zusage seitens der Politik und der lokalen Behörde. Zahlreiche Spitzenpolitiker hatten sich zuletzt positiv diesbezüglich geäußert und angedeutet, dass eine zeitnahe Bundesliga-Fortsetzung (im Mai) durchaus vorstellbar sei.