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Top-Berater deutet Transfer-Krise im Sommer an: „Da wird nicht viel passieren“

Leroy Sane
Foto: imago images

In den vergangenen Wochen gab es zahlreiche Spekulationen und Diskussionen darüber wie die anhaltende Corona-Krise die bevorstehende Sommer-Transferperiode beeinflussen wird. Volker Struth, Geschäftsführer der Beraterfirma „SportsTotal“, äußerte sich in der „BILD am Sonntag“ über die aktuelle Lage rechnet fest mit einer Transfer-Krise.

Die Coronavirus-Pandemie wird den Fussball noch eine sehr lange Zeit beschäftigen. Auch wenn die Fussball Bundesliga nächste Woche wieder ihren Spielbetrieb aufnehmen wird, sind die Auswirkungen der Krise derzeit kaum einzuschätzen.

Vor allem Transfermarkt wird, nach Einschätzung der Experten, sehr stark unter der Corona-Krise leiden. Mega-Deals im hohen dreistelligen Millionen-Bereich wird es kommenden Sommer mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht geben. Auch Top-Berater Volker Struth geht fest davon aus, dass in der bevorstehenden Transferperiode wenig Spektakuläres passieren wird.

„Ich rechne mit vielen Leihgeschäften“

Im Gespräch mit der „BILD am Sonntag“ äußerte sich der Geschäftsführer der Agentur „SportsTotal“, die unter anderem Toni Kroos, Marco Reus, Dayot Upamecano oder Suat Serdar vertritt, wie folgt zu den Corona-Folgen für die kommenden Transferphase: „Da wird nicht viel passieren. Ich rechne mit vielen Leihgeschäften, aber Großtransfers wird es – wenn überhaupt – nur ganz wenige geben, da bin ich ziemlich sicher. Wenn, dann nur im unteren Millionenbereich“.

Laut Struth sind derzeit alle Klubs verunsichert, auch die Top-Klubs: „Es vergeht nicht ein Tag, an dem wir nicht mit einem Sportdirektor eines europäischen oder deutschen Klubs reden – und alle sagen uns das Gleiche: Wir wissen nicht, wie es weitergeht“.

Auch wenn sich zuletzt zahlreiche Manager und Funktionäre nachdenklich gezeigt haben und die Corona-Krise als Chance sehen den Transferwahnsinn der vergangenen Jahren, mit immer höheren Ablösen und Gehältern, hinter sich zu lassen, glaubt Struth nicht an ein langfristiges Umdenken: „Nein, langfristig glaube ich nicht, dass das Geschäft sich grundsätzlich ändert. Das jetzt ist eine extreme Zeit. Ich denke, dass wir im Sommer 2021 noch mal eine ähnlich maue Transferperiode haben werden. Danach aber werden wir langsam wieder zu Zuständen zurückkehren, wie wir sie von vor der Krise kennen“.