FC Bayern News

Nach dem Titelgewinn: Welche Ziele haben die Bayern noch in der laufenden Bundesliga-Saison?

Lewandowski, Müller und Goretza
Foto: Matthias Hangst/Getty Images

Mit dem 1:0-Arbeitssieg gegen Werder Bremen hat sich der FC Bayern unter der Woche seinen achten Meistertitel in Folge gesichert. Zwei Spieltage vor Ende der laufenden Bundesliga-Saison könnten die Münchner einen Gang runter schalten. Die Frage ist nur: Werden das Hansi Flick und sein Team das wirklich tun?

Bayern-Trainer Hansi Flick hat nach dem Spiel in Bremen und dem vorzeitigen Titelgewinn betont, dass die Meisterschaft „nur der erste Schritt“ in dieser Saison sei. Auch wenn der 55-jährige sehr ungerne über das mögliche Triple spricht, hat Flick dieses fest im Visier.

Mit Blick auf die kommenden und Wochen und Spiele stellt sich somit die Frage, wie Flick seine Mannschaft motivieren möchte und mit welchen Elan Thomas Müller & Co. in die beiden verbliebenen Bundesliga-Spiele gegen Freiburg und Wolfsburg gehen.

Gönnt Flick seinen Stars eine Pause im Liga-Endspurt?

Klar ist: Nach der gesicherten Meisterschaft können die Bayern befreit aufspielen. Die vergangenen Wochen haben viel Kraft gekostet, was man unter anderem im Pokal gegen Eintracht Frankfurt deutlich gesehen hat. Es ist durchaus möglich, dass Flick die „Rotationsmaschine“ anwirft und dem einen oder anderen Stammspieler eine kleine Verschnaufpause gönnt, auch mit Blick auf das Pokalfinale am 4. Juli gegen Bayer Leverkusen. Zeitgleich könnte er anderen mehr Spielzeit geben, sei es jungen Talenten wie Michael Cuisance oder jenen die zuletzt kaum zum Zug kamen wie Lucas Hernandez und Javier Martinez.

Setzen die Bayern ihre Rekordjagd fort?

Zwar könnten deshalb die aktuellen Tendenzen für das Bundesliga Wochenende gegen die Münchener sprechen, doch komplett unmotiviert sind die Bayern sicherlich nicht. Zum einem möchte man die eigene Siegesserie sicherlich weiter ausbauen: Der FCB hat seine letzten 11 Bundesliga-Spiele alle samt gewonnen und ist seit 18 Liga-Spielen unbesiegt. Zum anderen ist auch der Torrekord durchaus noch im Bereich des Möglichen. Um die historische Bestmarke von 101 Toren aus der Saison 1971/72 zu knacken brauchen die Bayern noch neun Tore in zwei Spielen. Schwierig, aber nicht unmöglich wie die Spiele gegen Düsseldorf, Leverkusen und Frankfurt gezeigt haben.

Es wird spannend zu sehen wie die Bayern am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den SC Freiburg agieren. Während die Münchner ihr primäres Ziel in der Bundesliga bereits erreicht haben, kämpfen die Breisgauer derzeit um einen Europapokal-Platz. Nach zuletzt starken Leistungen gegen Hertha, Wolfsburg und Gladbach wird der Sport-Club sicherlich auch versuchen mindestens einen Punkt aus der Allianz Arena mitzunehmen. Das Team von Christian Streich weiß durchaus wie das geht: Im November 2018 erkämpfte man sich ein 1:1-Unentschieden in München und auch beim knappen Hinspiel-Erfolg in Freiburg (2:1), präsentierte sich Freiburg als äußerst unangenehmer Gegner.

Auch der VfL Wolfsburg, der ebenfalls um einen Europa League-Platz kämpft, wird am letzten Spieltag sicherlich keine Meistergeschenke verteilen.