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Aberwitzige Klub-WM-Pläne: Müssen die Bayern im Februar nach Katar?

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Foto: OZAN KOSE/AFP via Getty Images

Während die Welt angesichts der Corona-Pandemie in vielen Bereichen still steht, dreht sich das Fußballgeschäft weiter in Rekord-Geschwindigkeit. Ein vollgepackter Spielplan, der mit der zweiten Pokal-Runde exakt einen Tag vor Weihnachten endet und bereits am zweiten Januar wiederbeginnt, bringt die Profis an den Rand ihrer Belastungsgrenze. Doch die Münchner haben neben der Liga, dem Pokal und der Champions-League noch einen weiteren Wettbewerb zu absolvieren. Doch die Klub-WM Katar wird immer mehr zur Bürde für die Münchner.

Lassen bereits die Länderspiele die Frage der Sinnhaftigkeit kaum mit ja beantworten, so gilt das für die Klub-WM noch einmal in besonderen Maßen. Der Wettbewerb der Kontinental-Sieger, der eigentlich im Dezember abgehalten werden soll, wird jedoch definitiv erst im Jahr 2021 ausgetragen. Grund dafür ist, dass noch immer nicht alle Starterplätze ausgespielt werden konnten. Dies gilt für die Kontinental-Verbände aus Afrika, Asien, Nord- und Mittelamerika sowie Südamerika. Fix sind bislang neben den Münchnern lediglich Auckland City FC (Neuseeland) und al-Duhail SC (Katar). Eine Auflistung, die zeigt, dass die Teams aus aller Welt auch ohne der Klub-WM bereits mit genug Problemen zu kämpfen haben.

Klub-WM im Februar? Die Frage nach dem „wie“ und „warum“ bleibt bestehen

Der Süddeutschen Zeitung zufolge, soll das Turnier jedoch um jeden Preis ausgetragen werden. Zwar erklärte die Fifa unlängst, dass noch nichts fix sei, sie die Lage observieren und mit ihren Stakeholdern sprechen, so läuft wohl alles auf einen Termin im Februar hinaus. Die Frage über das „wie“ und „warum“ bleibt dagegen ungeklärt. Fest steht lediglich, dass das Turnier wie geplant in Qatar stattfinden soll, Corona-Pandemie hin-oder her. Problem dabei: Sowohl die Pokal-Wettbewerbe als auch die Liga ist im Februar in vollem Gange. Während am 2. und 3. Februar die dritte Runde im Pokal ansteht, beginnen am 16. Februar die Achtelfinal-Partien in der Champions-League. Die Bundesliga geht derweil ohne Unterbrechung weiter. Es scheint jedenfalls unwahrscheinlich, dass Hansi Flick der Klub-WM eine wirkliche Priorität zurechnet, solange die wahren Ziele Meisterschaft, Champions-League und Pokal dadurch gefährdet werden sollten. So ist es also gut möglich, dass wir in Qatar anstelle von Neuer, Kimmich und Lewandowski eher Nachwuchs-Hoffnungen wie Richards, Musiala und Zirkzee sehen werden.