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Mislintat wütet nach Niederlage und spricht von Bayern-Bonus

Sven Mislintat
Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat zeigte sich nach der Niederlage der Stuttgarter gegen den FC Bayern mächtig angefressen. Grund dafür waren zwei strittige Szenen, die Schiedsrichter Harm Osman zugunsten der Bayern auslegte.

Der 3:1 Erfolg gegen den VFB Stuttgart sorgte in der Bundesliga für mächtig Zündstoff. Grund hierfür waren zwei Szenen. Die erste beinhaltet einen Zupfer von Coulibaly an Bayern-Torhüter Manuel Neuer, den das Schiedsrichter-Gespann als Foulspiel wertete und die zweite ein Handspiel von Bayern-Verteidiger Niklas Süle.

Für Mislitant ist die Sachlage eindeutig: „Ich habe zwei Überschriften für dieses Spiel. Die eine lautet: ,Manuel Neuer bittet zum VAR‘. Die andere: ,Niklas Süle verhindert mit Weltklasse-Parade VfB-Ausgleich,‘“ so der Sportdirektor mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch. Dabei sprach er indirekt sogar von einem Bayern-Bonus. „Ich behaupte, wenn es umgekehrt wäre, also Lewandowski gegen Kobel, schaltet sich der VAR nicht ein,“ wetterte der 47-jährige.

„Für mich gibt es keinen klareren Hand-Elfmeter“

Auch Trainer Matarazzo pflichtete diesem bei. „Manuel ist ja schon am Fallen, bevor er berührt worden ist. Der Videobeweis darf eigentlich nur bei klaren Fehlentscheidungen hinzugenommen werden. Da dies keine war, wäre es für mich ein ganz normales Tor gewesen,“ erklärt er. Die zweite strittige Szene, das Handspiel von Süle, brachte Mislitant dann endgültig auf die Palme. Mislintat: „Für mich gibt es keinen klareren Hand-Elfmeter als diesen. Die Hand von Niklas Süle verhindert einen Torschuss mit gefühlt 100 km/h. Es ist eine klare Verhinderung einer Torchance mit der Hand. Absicht möchte ich nicht unterstellen. Aber die Hand war nicht angelegt, war weit weg vom Körper. Das ist doch das eindeutigste Beispiel, dass die aktuellen Prinzipien zur Regelauslegung des Handspiels nicht greifen,“ so der Sportdirektor wutentbrannt.