“Der wichtigste Mann im Verein” – Heidel verteidigt Nagelsmann-Ablöse
Die hohen Ablösesummen für Bundesliga-Trainer hat einige Funktionäre und Experten auf den Plan gerufen. Dass die Aufregung nun so groß sei, ist für den Mainzer Sportvorstand Christian Heidel (57) allerdings eher unverständlich. Er sieht die Nagelsmann-Ablöse gar gerechtfertigt.
“Der Trainer ist der absolut wichtigste Mann in einem Verein”, stellte Christian Heidel, Sportvorstand beim FSV Mainz 05, gegenüber “Sky Sport News” klar. “Ich habe nie so ganz nachvollziehen können, warum man da im Vergleich zu Spielern immer von Kleingeld geredet hat”, so der 57-Jährige weiter.
Dass Julian Nagelsmann (33) für rund 25 Millionen Euro von RB Leipzig zum FC Bayern München wechselt, finde er angemessen, so Heidel. “Ich weiß nicht, ob es ein Schnäppchen ist. Aber das ist ein Preis, der gerechtfertigt ist”, so der Mainzer Funktionär. Er sei sich sicher, dass Jungtrainer Nagelsmann eine “überragende Zukunft” vor sich habe.
Heidel sieht die 25 Millionen als angemessene Entschädigung
Christian Heidel glaubt, dass der Trend, für Trainer nun tief in die Tasche zu greifen, anhalten und nicht mehr zu stoppen sein wird. “Die Bayern holen ihn in Leipzig weg, die auf ihn gebaut haben. Deshalb ist das auch in Ordnung, dass der FC Bayern eine nicht unerhebliche Ablöse als Entschädigung an Leipzig zahlt.”
Heidel war in den letzten Jahren immer “ein bisschen verwundert”, dass die hohen Ablösesummen nicht auch im Trainergeschäft Einzug halten würden. “Ich habe schon vor ein paar Jahren gesagt, als Schalke an Thomas Tuchel interessiert war, dass unser Trainer wesentlich teurer sein wird als unser bester Spieler”, so Heidel.
Unterdessen hat RB Leipzig bereits einen Nachfolger für Julian Nagelsmann verpflichtet. Jesse Marsch (47) kommt aus Österreich vom Schwesterklub Red Bull Salzburg. Marschs Nachfolger in der Mozartstadt wird der ehemalige Hoffenheimer Profi Matthias Jaissle (33).