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3 (personelle) Erkenntnisse aus dem Testspiel gegen Ajax Amsterdam

Omar Richards
Foto: imago images

Die Bayern haben ihren Testspiel-Marathon (drei Spiele binnen einer Woche) gestern mit einem 2:2-Unentschieden gegen Ajax Amsterdam eröffnet. Julian Nagelsmann musste erneut auf zahlreiche Bayern-Talente zurückgreifen, die ihre Sache ganz ordentlich gemacht haben. Wir haben nachfolgende die drei wichtigsten personellen Erkenntnisse aus dem Testspiel gegen den niederländischen Meister.



Bedingt durch die verletzungsbedingten Ausfälle und fehlenden Nationalspieler musste Julian Nagelsmann auf insgesamt 15 Spieler gegen Ajax verzichten. Wie bereits beim 2:3 gegen Köln setzte der 34-jährige auf zahlreiche „Bayern-Bubis“ vom Campus. Der eine oder andere konnte seine Chance nutzen und hat sich für höhere Aufgaben empfohlen. Zudem haben ein Neuzugang und ein „Transfer-Flop“ auf sich aufmerksam gemacht.

1. Omar Richards ist bereits Davies zu ersetzen

Sommer-Neuzugang Omar Richards hat durch die beiden Ausfälle von Lucas Hernandez und Alphonso Davies die einmalige Chance zum Saisonbeginn auf der linken Seite regelmäßig zu spielen. Der 23-jährige hat nicht nur im Training zuletzt überzeugt, auch gegen Ajax wusste der Engländer durchaus zu gefallen. Mit seinem Speed war er vor allem in der Offensive immer wieder auffällig. Aber auch in der Rückwärtsbewegung sieht das bis dato sehr ordentlich aus.

Auch wenn die Ausfälle von Hernandez und Davies sicherlich weh tun, hat Nagelsmann mit Richards einen guten Backup, der hinten links nichts anbrennen lassen wird in den ersten Saison-Spielen.

2. Sarr nutzt seine Chance gegen Ajax

Neben Richards hat sich vor allem Bouna Sarr gegen Ajax in den Vordergrund gespielt. Der Franzose, der Gerüchten zufolge auf der Streichliste an der Isar steht, hat gegen die Niederländer eine starke Partie absolviert. Nicht wenige FCB-Fans haben nach dem Spiel von der „besten Sarr-Leistung im Bayern-Trikot“ geschwärmt.

Der 29-jährige hat unter anderem das 1:1 durch Choupo-Moting mustergültig vorbereitet. Sarr zeigte sich zudem sehr lauffreudig und setzte immer wieder Akzente in der Offensive. Klar ist: Für einen Stammplatz unter Nagelsmann wird es sicherlich nicht reichen, der Franzose hat jedoch eine deutliche „Duftmarke“ hinterlassen.

3. Sieb hat das Potenzial zum neuen Musiala zu werden

Gegen Köln trug sich Bayern-Youngster Armindo Sieb bereits in die Torschützenliste ein und auch gegen Ajax wirbelte der 18-jährige Youngster vor allem in der Anfangsphase in der Münchner Offensive. Sieb hat in der Sommer-Vorbereitung bisher einen starken Eindruck hinterlassen und sich für einen dauerhaftes Engagement im Profi-Kader empfohlen. Auch Julian Nagelsmann ist ein Fan des Top-Talents und betonte zuletzt, dass Sieb aufgrund seines Körpers und dem tiefen Schwerpunkt „sehr eklig zu verteidigen ist“.

Nicht nur am Bayern-Campus ist man überzeugt davon, dass Sieb in die Fußstapfen von Jamal Musiala treten kann und zum neuen Shootingstar beim Rekordmeister wird. Auch die Bayern-Fans würden sich wünschen, dass das vielversprechende Nachwuchstalent seine (regelmäßigen) Einsatzzeiten bei den Profis in der neuen Saison erhält.