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Hoeneß polterte wegen geplatzten Reus-Transfer: „Das ist eine absolute Frechheit!“

Uli Hoeneß
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Es ist ein offenes Geheimnis, dass der FC Bayern im Sommer 2012 an einer Verpflichtung von Marco Reus interessiert war, dieser stand damals noch bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag. Der deutsche Nationalspieler hat sich am Ende jedoch gegen die Bayern und für einen Wechsel zum Dauerkonkurrenten BVB entschieden. Wie nun bekannt wurde, hat Uli Hoeneß die damalige Absage alles andere als gut verkraftet.



Reus wurde damals von Volker Struth bzw. dessen Agentur „Sports360“ beraten. In seinem neuen Buch „Meine Spielzüge“ hat Struth nun enthüllt, dass die Bayern und allen voran Uli Hoeneß alles andere als angetan waren von der Reus-Absage.

Struth wollte nach dem geplatzten Transfer die Wogen mit den Münchner etwas glätten und suchte das Gespräch mit dem damaligen Manager Uli Hoeneß. Dieser war jedoch nach wie vor nicht gut zu sprechen auf Struth: „Wie Sie den Karl-Heinz Rummenigge an der Nase herumgeführt haben, ist eine absolute Frechheit!“, soll Hoeneß gegen den Berater gepoltert haben.

Hoeneß erklärte Struth zur „Persona non grata“

Das Gespräch mündete darin, dass Hoeneß dem Spielerberater deutlich zu verstehen gab, dass er in München ab sofort eine „Persona non grata“ sei. Das Problem: Struth und seine Agentur hatten zu diesem Zeitpunkt weitere Bayern-Profis unter Vertrag, wie z.B. Toni Kroos. So dass der Wutanfall von Hoeneß faktisch ohne Wirkung blieb.

Struth selbst zeigte sich nicht wirklich nachtragend: „Bayern München hasst es zu verlieren, nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf dem Transfermarkt.“

Das Verhältnis zwischen Struth und den Bayern dürfte mittlerweile deutlich besser sein. Allein aufgrund der Tatsache, dass mit Julian Nagelsmann, Dayot Upamecano und Niklas Süle drei aktuelle FCB-Profis von der Agentur „Sports360“ vertreten werden.