Vor CL-Kracher gegen Barça: Bayern-Star schlägt Alarm – „Müssen vieles hinterfragen“

Vjekoslav Keskic
Foto: Getty Images

Der FC Bayern steckt in der Bundesliga derzeit in einer Ergebniskrise fest. Die Münchner haben zuletzt drei Mal in Folge nur Unentschieden gespielt. Nicht nur die FCB-Fans sind enttäuscht, auch FCB-intern scheint es ordentlich zu rumoren.


Ausgerechnet vor dem wichtigen Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona macht sich Krisenstimmung beim FC Bayern breit. Das 2:2-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart war alles andere als eine gelungene Generalprobe für den Kracher in der Königsklasse.

Während viele Bayern-Spieler nach der Partie wortlos die heimische Allianz Arena verlassen haben und keine Interviews in der Mixed Zone geben wollten, war Thomas Müller sichtlich bedient und ließ seinem Frust freien Lauf: „Heute bin ich sauer – und zwar auf uns selbst! Wir müssen verstehen: Wenn wir jedes Spiel gewinnen wollen, was unser Anspruch ist, es steht nur 2:1 und wir stehen in der Bundesliga nicht ganz oben, dann musst du in den letzten zehn Minuten, Englische Wochen und Highlight-Spiel unter der Woche hin oder her, bis ans Letzte gehen. Deswegen hab’ ich heut ne schöne Krawatte.“

Droht Bayern in alte Muster abzudriften?

Müller war nicht der einzige FCB-Star, der angefressen war. Laut dem „kicker“-Reporter Georg Holzner hat ein weiterer, namentlich nicht bekannter, Spieler nach dem Stuttgart-Spiel Alarm geschlagen. Demnach sei es „unbegreiflich“, wie man die Kontrolle über die Partie verloren hat. Zeitgleich warnte der Profi davor, dass nun „vieles hinterfragt werden müssen, um nicht in alte Muster abzudriften.“ Die Tatsache, dass der Spieler diese Aussage nicht vor laufender Kamera bzw. Mikrofon treffen wollte, sagt viel darüber aus, wie die Stimmung derzeit beim FC Bayern ist.

Die Verantwortlichen in München, u.a. auch Julian Nagelsmann, zeigten sich indes gelassen nach dem Remis gegen Stuttgart: „Das kann ein Ausrutscher gewesen sein, ich möchte hier nicht schwarz malen. Wir sind noch in der Findungsphase mit diesem Kader“, betonte Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

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