Viele Bayern-Spieler haben sich in den vergangenen knapp 24 Stunden via Social Media von Julian Nagelsmann verabschiedet. Mit Joshua Kimmich hat sich nun der erste FCB-Profi persönlich zum Aus des 35-Jährigen geäußert. Der Mittelfeldspieler zeigte sich dabei durchaus selbstkritisch.
Am Freitag konnte und wollte Kimmich auf der DFB-PK die Meldungen rund um das Aus von Julian Nagelsmann nicht kommentieren. Grund: Die Bayern hatten die Freistellung noch nicht offiziell bestätigt. Der 27-Jährige betonte allerdings, dass Nagelsmann zu seinen persönlichen Top-3-Trainer gehört.
Nach dem 2:0-Erfolg gegen Peru hat sich Kimmich nun ausführlicher zu der Entlassung von Nagelsmann geäußert: „Ein Trainerwechsel ist immer enttäuschend, weil er bedeutet, dass wir als Spieler versagt haben. Wir haben keine konsequente Leistung gebracht haben und keine Ergebnisse erzielt. Wenn wir das getan hätten, hätte es den Trainerwechsel nicht gegeben“, betonte dieser im Gespräch mit dem „ZDF“.
Tuchel? „Ich kenne ihn noch nicht“
Kimmich deutete zudem an, dass er die Entscheidung der Verantwortlichen in München nicht nachvollziehen kann: „So ist dieses Geschäft: wenig Liebe, wenig Herz. Wir müssen lernen, damit umzugehen und mit der Entscheidung leben.“
Mit Thomas Tuchel haben die Bayern zeitgleich einen neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 49-Jährige wurde am Samstag offiziell in München vorgestellt und hatte bisher noch keinerlei Kontakt zu den FCB-Profis. Eigenen Aussagen zufolge wird sich dies bis kommende Woche auch nicht ändern. Tuchel legt großen Wert auf ein persönliches Kennenlernen und wird die Spieler nicht telefonisch kontaktieren.
Joshua Kimmich zeigte sich zurückhaltend, als er auf seinen neuen Trainer angesprochen wurde: „Ich kenne ihn noch nicht“, fiel das erste Fazit des Mittelfeldspielers aus.