„Es ist eine schwierige Lage“ – Bayern-Neuzugang Irankunda im Formtief

Daniel Glaser
Foto: Getty Images

Nestory Irankunda, Neuzugang des FC Bayern zum kommenden Sommer, steckt derzeit in einem Formtief. Nun meldet sich sein Trainer zu Wort. Auch der Youngster selbst reagiert.



Nestory Irankunda gilt als riesiges Talent, nach seinem angekündigten Wechsel zum FC Bayern sah sich der 18-Jährige noch mehr Aufmerksamkeit ausgesetzt. Zuletzt litten aber Irankundas Leistungen in der australischen Liga für seinen Klub Adelaide United. Um sich von kritischen Stimmen und negativem Einfluss von außen abzuschirmen, entschloss sich der Spieler nun zum Deaktivieren seines Instagram-Accounts mit 85.000 Followern.

Irankunda-Coach: „Nicht genug Freude“

Carl Veart, Irankundas Trainer bei Adelaide United meldete sich auch zur Situation des Teenagers zu Wort: „Nestor hat das Level, das wir von ihm erwartet haben, in diesem Jahr nicht im Geringsten erreicht. Unabhängig davon, ob der Druck auf ihn abfärbt, muss er wieder anfangen, Spaß am Fußball zu haben“, so die Forderung des Trainers bei FOX Sports Australia.

„Ich sehe bei ihm aktuell einfach nicht genug Freude. Er ist in einer schwierigen Position, denn jeder erwartet etwas von ihm und es ist wichtig, dass wir sehr vorsichtig damit sind, wie viel wir von ihm erwarten“, so der 53-Jährige weiter.

Auf die Frage, ob es besser gewesen wäre, die Ankündigung des Wechsels zum FC Bayern zu verschieben, äußerte sich Veart diplomatisch. „Ich denke, niemand wird wirklich wissen, ob das der beste Weg war. Die Spekulationen haben lange gedauert, und wir haben gehofft, dass er sich wieder auf das Fußballspielen konzentrieren kann, sobald es bekannt gegeben wurde. Er muss einfach weiterarbeiten, und es ist wichtig, dass er, wenn er dann dorthin geht, seinen Kopf unten behält und hart arbeitet.“

Kritik am Umfeld: „Wollen sie niedermachen“

Letztlich stellte sich Veart aber auch hinter seinen Spieler und gab dem Umfeld eine Teilverantwortung. „Leider machen wir es in diesem Land den Menschen, bei denen wir sehen, dass sie Erfolg haben werden, sehr schwer, anstatt hinter ihnen zu stehen und ihnen zu helfen. Wir wollen sie niedermachen, und Nestor bekommt viel davon mit. Er weiß, was die Leute sagen und es war sehr schwierig für ihn. Hoffentlich können wir ihn weiter antreiben, um ihm eine gute Basis für das zu geben, was er tun will.“

In der A-League kam Irankunda 15-mal zum Einsatz, erzielte zwei Tore und bereitete drei Treffer vor. Die letzte Torbeteiligung im Zuge des 4:3-Sieges gegen den FC Sidney datiert allerdings auf den 13. Januar. Seit drei Spielen wartet er auf eine Torbeteiligung.

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