Nach drei Niederlagen in Folge sitzt der Frust bei Josuha Kimmich sichtlich tief. Gegen Bochum verlor der Mittelfeldstar einen entscheidenden Zweikampf, der den Gegentreffer zum zwischenzeitlichen 1:1 einleitete. In der 63. Minute wurde der 29-Jährige dann ausgewechselt – und war sichtbar angefressen. Das Verhältnis zwischen ihm und Bayern-Trainer Thomas Tuchel ist offenbar längst zerbrochen.
Nach dem Schlusspfiff machte Kimmich seinem Ärger Luft und stritt sich lautstark im Kabinentrakt mit Co-Trainer Zsolt Löw, wie die BILD-Zeitung berichtet. Als Löw den Bayern-Star nach Spielschluss abklatschen wollte, eskalierte die Situation offenbar völlig.
Es sei sogar fast zu Handgreiflichkeiten gekommen, wie die AZ schreibt. Löw gilt als enger Verbündeter von Tuchel und begleitete den 50-Jährigen bereits nach Paris und zum FC Chelsea.
Auf die Situation angesprochen, spielte Tuchel selbst den Vorfall runter: „Nach einer Niederlage ist es einfach mal emotional. Es ist im Sport sehr normal, wenn es im Rahmen bleibt, und es blieb im Rahmen.“
Vorstandschef Jan-Christian Dreesen äußerte sich dazu nur indirekt: „Josh muss einigermaßen bedient gewesen sein auf der Auswechselbank, ist aber auch normal. Wenn der Trainer ihn rausnimmt, ist das in Ordnung, eine Trainerentscheidung. Nachvollziehbar, dass Josh dann sauer ist.“
Bei Kimmich scheinen die Nerven blank zu liegen. Während der Bayern-Star zu Ex-Trainer Julian Nagelsmann ein sehr gutes Verhältnis gehabt hat, ist die Verbindung zu Tuchel sichtbar abgekühlt.
Joshua Kimmich beschäftigt sich mit Vereinswechsel
Vor dem Spitzenspiel gegen Leverkusen gab Kimmich alles, um nach seiner Schulterverletzung rechtzeitig fit zu werden. Doch Tuchel stellte Aleksandar Pavlovic in die Startelf und setzte den 29-Jährigen auf die Bank – eine Entscheidung, die dem Mittelfeldstar gar nicht gefallen hat.
Auch von der ständigen Holding-Six-Diskussion scheint er genervt zu sein. Schon im vergangenen Sommer stellte der 29-Jährige deutlich auf die Frage, was er von einem neuen Sechser bei den Bayern halte, klar: „Ich bin ein Sechser“
Sein Vertrag läuft noch bis zum Juni 2025. Sollte er nicht verlängern wollen, könnte ein Wechsel im nächsten Sommer wahrscheinlich werden. Der Mittelfeldspieler soll offenbar mit dem FC Barcelona oder Manchester City liebäugeln.