Hinter der sportlichen Zukunft von Thomas Müller beim FC Bayern steht nach wie vor ein großes Fragezeichen. Aktuellen Meldungen zufolge nehmen die Gespräche im Hintergrund immer mehr Fahrt auf.
Die Zukunft von Thomas Müller bleibt ein heiß diskutiertes Thema beim FC Bayern. Während es in den vergangenen Wochen und Monaten relativ ruhig war, scheint nun Bewegung in den Vertragspoker zu kommen.
Wie der BILD-Podcast Bayern Insider berichtet, gab es in der Länderspielpause gleich zwei Verhandlungsrunden zwischen dem Klub und der Spielerseite. Demnach ging es dabei um die sportliche Perspektive und mögliche Zukunft des 35-Jährigen im Verein. Die erste Runde fand mit Sportdirektor Christoph Freund und Sportvorstand Max Eberl statt, dabei ging es vorrangig um die sportliche Perspektive des langjährigen Bayern-Stars.
In diesem Gespräch wurde ein möglicher Abschied im Sommer in den Raum gestellt: „So richtig die Hosen heruntergelassen haben sie nicht“, verriet BILD-Chefreporter Tobi Altschäffl. Ein konkretes Angebot mit Zahlen gab es nicht, aber es wurde Müller zu verstehen gegeben, dass der Verein sparen möchte und sein aktuelles Gehalt von geschätzten 17 Millionen Euro als Joker nicht mehr tragbar ist.
Die zweite und entscheidende Verhandlungsrunde fand diese Woche mit den Top-Entscheidern des Vereins statt, allen voran CEO Jan Christian Dreesen. Hier soll es „ans Eingemachte“ gegangen sein. Während Freund und Eberl sich schwertaten, Müller die bittere Wahrheit zu sagen, musste Dreesen Klartext reden. „Da muss dann am Ende wahrscheinlich der Jan-Christian Dreesen etwas klarer über Ende und Perspektiven sprechen“, so BILD-Chefreporter Christian Falk.
Müller soll im Verein verbleiben – in welcher Rolle bleibt offen
Trotz der sportlichen Ungewissheit gibt es einen klaren Wunsch der Bayern-Bosse: Thomas Müller soll unbedingt im Klub verbleiben. Man möchte ihn integrieren und ihm alle Optionen offenhalten, bis hin zu einer möglichen Rolle im Vorstand: „Für ihn ist jede Türe beim FC Bayern offen“, laut Falk.
Allerdings würde ein Verbleib im Verein in einer nicht-aktiven Rolle de facto das sportliche Karriereende für Müller bedeuten. Der Weltmeister von 2014 selbst scheint bisher nicht bereit für diesen Schritt: „Ich glaube, er selber sieht noch nicht, dass das Ende gekommen ist“.
Laut Falk verdichten sich jedoch die Zeichen, dass Müller in der nächsten Saison nicht mehr für Bayern spielen wird: „Es deutet darauf hin, dass Thomas Müller bei Bayern nächste Saison nicht mehr spielen wird. Entschieden ist es aber noch nicht“. Es wird spekuliert, dass Müller seine Karriere bei einem anderen Verein fortsetzen könnte. „Der will weiterspielen und dann man kann ihn sich in Deutschland eigentlich in keinem anderen Trikot vorstellen.“ Ein Wechsel in die USA, wo bereits andere große Bayern-Spieler aktiv sind, wird als mögliche Option genannt.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Die Bayern-Bosse drängen auf eine baldige Entscheidung, um Klarheit für die wichtigen Saisonwochen zu schaffen: „Jetzt wollen alle eine Entscheidung“, betonte Falk.