Die Bosse des FC Bayern treffen einen Entschluss über die Transferpolitik. Darin könnte allerdings auch ein Risiko liegen.
Der FC Bayern hat laut Informationen der Sport BILD eine interne Entscheidung getroffen, die sportlich wie strategisch heikel werden könnte. Trotz offener Personalfragen in der Defensive wollen die Münchner im kommenden Winter-Transferfenster keine neuen Spieler verpflichten – selbst dann nicht, wenn ein Abgang von Sacha Boey noch Realität werden sollte.
Hier kann sich laut dem Bericht allerdings auch ein Risiko entwickeln kann. Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund setzen darauf, dass die Vertragsverlängerung mit Dayot Upamecano gelingt. Der Vertrag des Abwehrchefs läuft im Sommer aus, und intern ist klar: Eine schnelle Einigung wäre enorm wichtig, um Planungssicherheit zu bekommen.
Genau darin liegt allerdings die Gefahr. Sollte die Verlängerung scheitern, könnten die beiden wichtigsten Alternativen zu diesem Zeitpunkt bereits vom Markt verschwunden sein.
Konaté und Guehi: Markt bewegt sich im Winter
Ibrahima Konaté besitzt beim FC Liverpool ebenfalls nur noch einen Vertrag bis zum Sommer. Verweigert er eine Verlängerung im Winter, will Liverpool den 26-Jährigen verkaufen, um mit dem erzielten Geld Marc Guehi von Crystal Palace zu verpflichten.
Beide Spieler sind auch auf dem Bayern-Radar. Die Münchner haben vorgefühlt und beobachten ihre Situation seit Wochen. Konaté wäre im Falle eines Upamecano-Abgangs ein naheliegender Kandidat – und auch Guehi passt mit seinem Profil exakt zu den Münchner Anforderungen.
Das Problem: Wenn Bayern erst im Sommer reagiert, könnten sowohl Konaté als auch Guehi längst anderweitig unter Vertrag stehen.

Die Ungewissheit betrifft nicht nur Upamecano. Intern schließen die Bayern nicht aus, Minjae Kim im Sommer abzugeben, falls ein attraktives Angebot eingeht. Genau in diesem Szenario wären Konaté und Guehi ebenfalls hochrelevante Kandidaten – doch der Winter könnte entscheidend sein, um noch rechtzeitig zu handeln.
Gerade deshalb gilt der interne Beschluss, im Januar keinerlei Transfers zu tätigen, als riskant. Bayern verzichtet bewusst auf Reaktionsmöglichkeiten, obwohl sich der Markt für Top-Innenverteidiger gerade in den Wintermonaten stark bewegen könnte.
Die Bayern-Bosse setzen damit alles darauf, dass Upamecano verlängert – und dass die eigenen Wunschoptionen im kommenden Sommer noch verfügbar sind.
