Neuer Bayern-Vertrag: Gnabry zeigt sich gesprächsbereit beim Gehalt

Vjekoslav Keskic

Die Zukunft von Serge Gnabry beim FC Bayern nimmt immer klarere Formen an. Der 30-Jährige hat sich mit starken Leistungen zurück in den Vordergrund gespielt – und sowohl der Spieler als auch der Klub wollen die Zusammenarbeit über die Saison hinaus fortsetzen. Besonders bemerkenswert: Gnabry zeigt sich offen für Gehaltsabstriche.

Noch vor wenigen Monaten galt Serge Gnabry als einer der wahrscheinlichsten Transferkandidaten des Rekordmeisters. Seine Leistungen schwankten, sein Standing war angekratzt – und mit einem hohen Gehalt schien der Offensivspieler eine der Positionen zu sein, an denen Bayern Einsparungen vornehmen wollte.

Doch unter Vincent Kompany hat sich das Bild deutlich verändert. Gnabry profitierte nicht nur von Musialas Verletzungspause, sondern griff seine Chance mit Nachdruck: Acht Torbeteiligungen in 15 Pflichtspielen verdeutlichen seine Konstanz und seinen neuen Stellenwert im Team.

Die Verantwortlichen an der Säbener Straße registrieren diese Entwicklung sehr genau – und haben ihren Kurs längst verändert. Eine Verlängerung soll nun aktiv vorangetrieben werden.

Gnabry will bleiben – Bayern will verlängern

Serge Gnabry
Foto: IMAGO/osnapix

Im Sky-Podcast Mia san vier bestätigte Transfer-Insider Florian Plettenberg, dass beide Seiten den gleichen Wunsch verfolgen: „Bayern will verlängern, Gnabry will verlängern. Ich bin überzeugt, dass sie es machen werden.“

Für die Münchner ist Gnabry aufgrund seiner taktischen Flexibilität, seiner Erfahrung auf Topniveau und seiner Rolle als zuverlässiger Offensivspieler ein wichtiger Bestandteil des aktuellen Systems.

Gleichzeitig spürt man beim Spieler, dass er sich wieder wohlfühlt. Innerhalb des Teams hat er einen hohen Stellenwert, und seine Leistungen sprechen für ihn.

Gehaltsreduzierung? Gnabry zeigt sich gesprächsbereit

Der FC Bayern ist bestrebt, die Gehaltsstruktur nachhaltig zu straffen. Gnabry gehört mit geschätzten 17 Millionen Euro Jahresgehalt zu den absoluten Topverdienern des Kaders. Eine Verlängerung wäre für den Klub nur unter klaren Bedingungen möglich: Das Salär müsste deutlich reduziert werden.

Und hier zeigt sich Gnabry erstaunlich kooperativ. „Gnabry ist keiner, der auf den letzten Euro pocht. Er hat ausgesorgt für acht Leben und ist jetzt schon Topverdiener“, so Plettenberg.

Die Bereitschaft zur Gehaltsreduzierung ist entscheidend – und macht eine Vertragsverlängerung erst realistisch. Der FC Bayern möchte sich langfristig wirtschaftlich flexibler aufstellen, ohne sportliche Qualität zu verlieren. Gnabry passt in dieses Konzept.

Nach Informationen von Sky steht ein neuer Zweijahresvertrag bis 2028 im Raum. Für den Spieler wäre es ein Zeichen der Wertschätzung, für den Klub eine strategische Entscheidung: Erfahrung, Flexibilität und Stabilität im Offensivbereich sollen gesichert werden.

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