„Es macht uns nicht nervös“: Bayern bleibt gelassen bei Upamecano und Co.

Vjekoslav Keskic

Insgesamt sieben Verträge laufen im Sommer 2026 beim FC Bayern aus. Die Verantwortlichen an der Säbener Straße stehen damit vor einer arbeitsintensiven Phase, in der zahlreiche Gespräche geführt und strategische Entscheidungen getroffen werden müssen. Trotz der empfindlichen Ausgangslage wirkt Sportdirektor Christoph Freund vollkommen entspannt, wenn er über den bevorstehenden Vertragsmarathon spricht.

Schon jetzt ist klar, dass mit Spielern wie Manuel Neuer, Dayot Upamecano, Leon Goretzka oder Serge Gnabry zentrale Figuren des Teams betroffen sind. Viele dieser Leistungsträger haben nach dem Ende der laufenden Saison keine gültigen Arbeitspapiere mehr in München, doch in der Führungsriege des Rekordmeisters deutet nichts darauf hin, dass diese Situation für Unruhe sorgt. Stattdessen zeigt man sich überzeugt davon, die anstehenden Gespräche zur richtigen Zeit zu führen.

Upamecano als Priorität – und dennoch keine Hektik

Dayot Upamecano
Foto: IMAGO

Während man bei Spielern wie Goretzka, Gnabry, Neuer oder Raphael Guerreiro keine Eile verspürt und die Lage entspannt bewertet, besitzt die Verlängerung mit Dayot Upamecano für den Verein eine besonders hohe Bedeutung. Der 27-jährige Innenverteidiger steht seit Monaten bei mehreren europäischen Spitzenklubs auf dem Zettel, seine Entwicklung unter Vincent Kompany hat ihn zusätzlich in den Fokus gerückt. Dass die Bayern-Bosse das wissen, ist kein Geheimnis. Doch auch das ändert nichts an der Gelassenheit, mit der die Münchner derzeit agieren.

Christoph Freund unterstreicht diese Haltung deutlich. Angesprochen auf die Sorgen, die entstehen könnten, wenn Spieler ab Januar offiziell mit anderen Vereinen sprechen dürfen, erklärt der Sportdirektor: „Wir befinden uns in guten Gesprächen, wir haben unseren Plan. Wir wissen, welche Verträge auslaufen. Wir wissen, dass sie im Januar mit anderen Vereinen sprechen dürfen. Aber das macht uns nicht nervös, denn wir stehen in gutem Kontakt mit unseren Spielern und ihren Beratern.“

Klarer Kurs trotz großer Herausforderungen

Auch wenn sieben auslaufende Verträge zunächst nach einer enormen Belastung klingen, signalisiert Freund mit seiner Aussage, dass Bayern die Kontrolle behält. Der Klub verfolgt keinen hektischen Ansatz, sondern setzt auf Kontinuität und Struktur. Die wichtigsten Personalien werden nach und nach angegangen – mit Upamecano als zentralem Baustein, aber auch mit einem klaren Blick auf die langfristige Kaderarchitektur.

Teile diesen Artikel