Kein Winter-Abgang! Kompany möchte Guerreiro nicht ziehen lassen

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Raphaël Guerreiro war in den vergangenen Wochen ein Dauerthema in der Gerüchteküche. Immer wieder wurde über einen vorzeitigen Abschied des Portugiesen spekuliert, auch weil Klubs aus Italien und Portugal großes Interesse signalisiert haben sollen. Aktuellen Meldungen zufolge ist ein Verkauf im Januar kein Thema an der Säbener Straße.

Nach Informationen aus dem BILD-Podcast „Bayern Insider“ ist ein Transfer im Winter ausgeschlossen. Der FC Bayern plant fest mit dem 31-Jährigen für die Rückrunde – und Trainer Vincent Kompany sieht in ihm einen unverzichtbaren Bestandteil seines Kaders.


Kompany schätzt Guerreiro als vielseitigen Schlüsselspieler

Wie Christian Falk und Tobi Altschäffl berichten, gibt es beim Rekordmeister keinerlei Überlegung, Guerreiro in der Winterpause ziehen zu lassen. Ausschlaggebend ist vor allem die dünne Personaldecke und die enorme Bedeutung, die Kompany dem Linksfuß beimisst.

„Er will ihn im Winter nicht abgeben, weil er ein polyvalenter Spieler ist, also einer, der viele Positionen begleiten kann. Man braucht ihn einfach in einem sehr engen Kader“, erklärt Altschäffl im Podcast.

Raphael Guerreiro
Foto: IMAGO

Kompany selbst hatte nach dem Champions-League-Sieg gegen Sporting Lissabon von Guerreiro geschwärmt. Der Belgier bezeichnete ihn als „fantastischen Profi“, der der Mannschaft „in jeder Situation helfen kann“ und betonte, dass der Routinier ein wichtiger Bestandteil des Teams sei.

Für Falk sind die Aussagen des Trainers eindeutig: „Für mich klingt das nicht so, als ob er den hergeben möchte.“

Bayern will im Winter keine neue Baustelle öffnen

Trotz der klaren Winternotwendigkeit zeichnet sich eine langfristige Perspektive ohne Guerreiro ab. Wie Altschäffl betont, gehe man davon aus, dass die gemeinsame Zeit im kommenden Sommer enden wird: „Ich glaube, nach der Saison werden sich die Wege trennen. Der Vertrag wird nicht verlängert.“

Der Allrounder kann auf mehreren Positionen eingesetzt werden – als Linksverteidiger, auf der Acht oder im Zentrum – doch in München hat er sich nie dauerhaft als Stammkraft etablieren können. Immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück, und mit Blick auf die Kaderentwicklung scheint eine Verlängerung unwahrscheinlich.

Auch von Vereinsseite gibt es klare Signale. Sportvorstand Max Eberl hatte zuletzt betont, dass im Winter „keine neuen Baustellen“ geöffnet werden sollen. Ein Abgang Guerreiros würde jedoch genau das erzeugen – eine Lücke, die kurzfristig kaum zu schließen wäre.

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