Goretzka-Verkauf im Winter? Bayern trifft Entscheidung

Vjekoslav Keskic

Leon Goretzka wurde in den vergangenen Wochen intensiv mit einem vorzeitigen Abschied vom FC Bayern in Verbindung gebracht. Zahlreiche europäische Topklubs sollen sich mit dem 30-jährigen DFB-Nationalspieler beschäftigt haben. Ein Wechsel in der Winterpause ist nach aktuellem Stand jedoch nahezu ausgeschlossen.

Sportlich ist die Rolle Goretzkas beim deutschen Rekordmeister klar definiert. Unter Cheftrainer Vincent Kompany zählt der Mittelfeldspieler nicht mehr zum festen Stammpersonal. In den großen Spielen, insbesondere in der Champions League, setzt der Belgier bevorzugt auf das Duo Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic. Goretzka muss sich meist mit Kurzeinsätzen oder Startelf-Auftritten in weniger brisanten Bundesliga-Partien begnügen.

Bayern will Kader im Winter zusammenhalten

Leon Goretzka
Foto: IMAGO

Zuletzt hatte sich die Gerüchteküche dennoch deutlich aufgeheizt. Klubs wie Atlético Madrid, Galatasaray Istanbul, die SSC Neapel, Tottenham Hotspur oder Juventus Turin wurden als mögliche Abnehmer gehandelt. Ein Winter-Transfer schien zumindest theoretisch möglich – auch, weil Goretzkas Vertrag beim FC Bayern ausläuft.

Wie Transfer-Insider Fabrizio Romano nun berichtet, liegt die Blockade allerdings nicht beim Spieler, sondern beim Verein. Die Verantwortlichen an der Säbener Straße haben demnach entschieden, Goretzka im Winter nicht abzugeben. Der ohnehin dünn besetzte Kader soll zusammengehalten werden, um in der entscheidenden Phase der Saison keine unnötigen Risiken einzugehen. Ein vorzeitiger Abschied Goretzkas ist deshalb intern kein Thema.

Sommer 2026 als wahrscheinlicher Abschied

An der langfristigen Perspektive des Mittelfeldspielers ändert diese Entscheidung jedoch wenig. Gespräche über eine Vertragsverlängerung hat es bislang nicht gegeben, ein entsprechendes Angebot der Bayern fehlt weiterhin. Die Zeichen verdichten sich, dass der Rekordmeister den Vertrag bewusst auslaufen lässt.

Damit würde Goretzka im Sommer 2026 ablösefrei auf dem Markt sein – ein Szenario, das die Liste der Interessenten noch einmal deutlich vergrößern dürfte. Dem Vernehmen nach liebäugelt der Spieler selbst mit einem Wechsel in die spanische La Liga, insbesondere zum FC Barcelona. Klar ist: Der Winter bringt zwar Ruhe in die Personalie, die grundsätzliche Trennung im Sommer bleibt jedoch ein realistisches Szenario.

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