Hinter der sportlichen Zukunft von Manuel Neuer steht beim FC Bayern weiterhin ein großes Fragezeichen. Der 39-Jährige liefert auch in dieser Saison konstant gute Leistungen ab, dennoch hat der Kapitän des deutschen Rekordmeisters bislang keine finale Entscheidung getroffen, ob er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag noch einmal verlängert oder seine außergewöhnliche Karriere beendet. Ein Bayern-Insider rechnet inzwischen damit, dass Neuer im Sommer 2026 seine Torwarthandschuhe an den Nagel hängen wird.
Während sich bei Spielern wie Serge Gnabry und Konrad Laimer die Zeichen klar in Richtung Vertragsverlängerung bewegen, halten sich die Verantwortlichen an der Säbener Straße bei Neuer auffällig bedeckt. Auch der Torhüter selbst wich in den vergangenen Wochen konkreten Aussagen aus. Immer wieder betonte Neuer, dass sein weiterer Weg maßgeblich von seinem körperlichen Zustand abhänge. Übersetzt heißt das: Fühlt sich der Routinier weiterhin leistungsfähig, ist eine Verlängerung grundsätzlich denkbar.
Entscheidung soll im Frühjahr fallen

Zuletzt machten Berichte die Runde, wonach es bei Neuer aktuell keine klare Tendenz gebe. Klub und Spieler sollen die Situation als klassische 50:50-Entscheidung betrachten. Demnach ist geplant, sich im Frühjahr noch einmal intensiv auszutauschen und dann eine finale Entscheidung zu treffen. Für die Bayern wäre dies der logische Zeitpunkt, um Planungssicherheit für die kommende Saison zu schaffen.
Während Fans und Beobachter weiter spekulieren, positioniert sich ein prominenter Insider deutlich. Sky-Reporter und Bayern-Kenner Florian Plettenberg rechnet nicht damit, dass Neuer noch einmal für eine weitere Spielzeit verlängert. In seiner Jahresvorschau erklärte er offen: „Mein Bauchgefühl bei Neuer sagt mir, dass er seine Karriere beenden wird.“
Ein Abschied mit historischem Gewicht
Sollte sich Neuer tatsächlich für ein Karriereende entscheiden, würde beim FC Bayern eine der erfolgreichsten Epochen der Vereinsgeschichte enden. Seit fast 15 Jahren ist der Weltmeister von 2014 die unumstrittene Nummer eins im Tor der Münchner. In dieser Zeit sammelte er nationale und internationale Titel am Fließband und prägte das moderne Torwartspiel wie kaum ein anderer. Neuer war nicht nur Rückhalt, sondern Spielmacher, Leader und Identifikationsfigur zugleich.
Für den Fall eines Abschieds sind die Bayern allerdings vorbereitet. Mit Jonas Urbig steht bereits ein potenzieller Nachfolger in den eigenen Reihen. Der 22-Jährige wird behutsam aufgebaut und konnte in dieser Saison bereits mehrfach andeuten, dass er das Rüstzeug besitzt, um langfristig in die Fußstapfen von Neuer zu treten. Ob und wann der Generationenwechsel vollzogen wird, hängt nun vor allem von einer Entscheidung ab – der wohl wichtigsten Personalfrage im Bayern-Tor seit über einem Jahrzehnt.
