Der FC Bayern wird aktuell mit zahlreichen Spielern aus der ganzen Welt in Verbindung gebracht. Hier ist eine Übersicht aller Transferziele des Rekordmeisters.
Auch wenn das Wintertransferfenster jetzt geöffnet ist, wird der FC Bayern sich höchstwahrscheinlich nicht mehr namhaft verstärken. Die Leihe von Bara Sapoko Ndiaye sollte der einzige Deal bleiben.
Wie die Verantwortlichen bereits mehrfach betonten, ist man zufrieden mit dem Kader und schließt große Neuverpflichtungen im Winter aus.
Stattdessen liegt der Fokus bereits auf möglichen Transfers für den kommenden Sommer. Von Innenverteidigung bis Sturm hat der FC Bayern nahezu auf jeder Position mindestens einen Namen auf dem Zettel.
Braucht Bayern einen Upamecano-Nachfolger?
Der Vertrag von Dayot Upamecano läuft im Sommer 2026 aus. Eine Verlängerung beim FCB ist nicht unwahrscheinlich, aber noch lange nicht fix. Sollte er oder sein Innenverteidiger-Kollege Minjae Kim den Verein verlassen, bräuchten die Bayern dringend Ersatz.
Der diesbezüglich wohl meistgenannte Name ist Nico Schlotterbeck, dessen Arbeitspapier bei Borussia Dortmund im Sommer 2027 ausläuft. Damit hätte der BVB dieses Jahr die letzte Chance, Geld mit ihm zu verdienen, sollte der deutsche Nationalspieler nicht in der Ruhrmetropole bleiben wollen.
Wie Schlotterbeck erst kürzlich bei Prime Video erklärte, habe er „das Ziel, in Deutschland eine Meisterschaft zu gewinnen“ – ein Vorhaben, das ihm zumindest mittelfristig wohl nur mit dem FC Bayern gelingen dürfte.

Ebenfalls häufig genannt wird in München der Name Marc Guéhi. Der Abwehrchef von Crystal Palace ist in ganz Europa heiß begehrt und auch an der Säbener Straße ein Kandidat. Sein Abschied aus Südlondon scheint nahezu besiegelt. Schon im letzten Sommer wäre er fast beim FC Liverpool gelandet. Offenbar priorisiert er aber aktuell einen Transfer zu Real Madrid. Ein Bayern-Wechsel ist damit zumindest Stand jetzt eher unwahrscheinlich.
Je nachdem, wie sich Castello Lukeba entwickelt, könnte auch er im Sommer eine Option für die Münchner werden. Bei ihm greift BILD-Informationen zufolge nämlich ab 2026 eine Ausstiegsklausel in Höhe von 80 Millionen Euro. Sollte der Leipzig-Innenverteidiger also weiterhin so überzeugen, wie in der Hinrunde, wäre eine Verpflichtung denkbar. Konkrete Gespräche gab es bisher allerdings noch nicht.
Für die rechte Defensivseite haben die Münchner offenbar ein Auge auf Givairo Read von Feyenoord Rotterdam geworfen. Der 19-Jährige gilt als möglicher Ersatz für Sacha Boey, der den Verein im Sommer verlassen soll. Sky-Informationen zufolge befinden sich die Bayern-Bosse mit Reads Entourage bereits in weit fortgeschrittenen Gesprächen.
Wer stopft das Loch im defensiven Mittelfeld?
Wie auch in der Innenverteidigung steht im defensiven Mittelfeld des FC Bayern ein Abgang bevor. Leon Goretzka wird seinen bis Sommer laufenden Vertrag nämlich sehr wahrscheinlich nicht verlängern. Als mögliche Nachfolger werden eine ganze Reihe von Spielern gehandelt.
Beispielsweise könnte bald Valentin Barco das Trikot des FCB tragen. Der 21-jährige Argentinier steht bei Racing Straßburg unter Vertrag und ist neben seiner Lieblingsposition, dem zentralen Mittelfeld, auch auf der linken Abwehrseite einsetzbar. Er gilt als einer der interessantesten Linksfüße Europas. Man könnte somit auch gleich einen Ersatz für Raphaël Guerreiro mitverpflichten, sollte dieser im Sommer ebenfalls die bayrische Landeshauptstadt verlassen.
Ein Mann, der in Deutschland deutlich mehr Fans bekannt sein dürfte, ist Kennet Eichhorn. Mit gerade einmal 16 Jahren steht er regelmäßig als Mittelfeldregisseur für Hertha BSC auf dem Platz und hat mit seinen Leistungen nicht nur das Interesse deutscher Topklubs geweckt. Auch europäische Schwergewichte wie Real Madrid oder PSG sollen interessiert sein. Bei der Hertha plant man deshalb, die aktuelle Ausstiegsklausel nochmals zu erhöhen.

Der nächste Kandidat fürs defensive Mittelfeld kommt aus Brasilien. Mit 34 Profi-Einsätzen hat Zé Lucas schon etwas mehr Erfahrung gesammelt, als Eichhorn. Der Kapitän der brasilianischen U17-Nationalmannschaft spielt aktuell noch bei Sport Recife, wird aber intensiv vom FC Bayern, Borussia Dortmund und dem FC Barcelona beobachtet. Der Tabellenletzte der brasilianischen Serie A wäre offenbar ab 15 Millionen Euro verhandlungsbereit.
Mit Nathan de Cat vom RSC Anderlecht haben die Münchner noch einen weiteren 17-Jährigen im Visier. Bayern-Trainer Vincent Kompany kennt ihn bestens aus seiner Zeit in Anderlecht, hat aber ein Problem: Aston Villa soll nämlich bereits ein konkretes Angebot für den Defensivmann vorbereiten. Rund 25 Millionen Euro stehen derzeit im Raum.
Bayern sucht Offensiv-Verstärkung
Obwohl die Offensive des FC Bayern in dieser Saison rollt, wie selten zuvor, schauen sich die Bosse intensiv nach Verstärkungen um. Insbesondere ein Backup für Luis Díaz wird gesucht. Dabei könnten die Münchner in der Bundesliga fündig werden.
Mit Saïd El Mala hat der 1. FC Köln nämlich eins der heißesten Talente Deutschlands unter Vertrag. Nachdem der 19-jährige Linksaußen vergangene Saison noch bei Viktoria Köln die 3. Liga eroberte, zeigt er jetzt, dass er auch in der Bundesliga glänzen kann. Zu haben wäre er im Sommer wohl ab mindestens 30 Millionen Euro. Sollte El Mala aber weiterhin so stark aufspielen, könnte diese Summe noch deutlich ansteigen.

Ebenfalls in der Bundesliga zu Hause ist Yan Diomande von RB Leipzig. Der 19 Jahre alte Ivorer hat in München Interesse geweckt. Laut Transfer-Insider Florian Plettenberg ist er mit einem Preisschild von „weit über 100 Millionen Euro“ allerdings deutlich zu teuer für einen Backup. Ein Wechsel zum FCB ist demnach aktuell „nicht heiß“, wie Plettenberg erklärte.
Malick Fofana ist ein Spieler, an dem die Bayern schon im vergangenen Sommer konkretes Interesse geäußert hatten. Neben Díaz galt er als einer der heißesten Kandidaten für die linke Außenbahn. Der 20-Jährige steht nach wie vor bei Olympique Lyon unter Vertrag – einem Klub, der finanziell angeschlagen und deshalb im letzten Sommer um ein Haar dem Zwangsabstieg entkommen ist. Ein Verkauf Fofanas könnte also helfen.
Holt Bayern einen Kane-Backup?
Die Position hinter Harry Kane wird auch im kommenden Sommer wieder für Diskussionen sorgen. Ein Verbleib von Nicolas Jackson gilt aktuell als unwahrscheinlich, weshalb die Bayern sich erneut auf die Suche nach einem Kane-Backup machen werden.
Auch für diese Position sind die Bayern-Scouts in Brasilien aktiv. Raya von Vasco da Gama ist nämlich ein weiteres Brasilien-Talent, das mit dem Rekordmeister in Verbindung gebracht wird. Der 19 Jahre alte Stürmer steht laut Sport BILD zwar auf dem Zettel der Bayern, die geforderte Ablöse ist den Bossen aber noch zu hoch. Zwischen 45 und 50 Millionen Euro werden derzeit verlangt.
Alternativ könnte Franculino Djú den Weg an die Isar finden. Er steht aktuell beim FC Midtjylland unter Vertrag und wurde sogar schon vor Ort von Bayern-Scouts beobachtet. Aber auch Vertreter von anderen internationalen Topklubs wie Dortmund und Liverpool saßen auf der Tribüne. Sportdirektor Jacob Larsen bestätigte jüngst das Interesse aus München: “Der FC Bayern ist einer von mehreren – das ist wohl richtig.”

Doch vielleicht kommt der Kane-Backup auch aus der Bundesliga. Mit Fisnik Asllani hat der FC Bayern nämlich den Stürmer der TSG Hoffenheim ins Visier genommen. Bayern-Sportdirektor Christoph Freund zeigte kürzlich seine Bewunderung für den Kosovaren. „Ein guter Spieler, schießt viele Tore, ein cleverer Bursche, der sich sehr gut entwickelt hat“, so Freund.
Spannender Sommer steht bevor
Angesichts der zahlreichen Namen, die an der Säbener Straße kursieren, dürfen sich die Bayern-Fans auf einen ereignisreichen Sommer freuen. Alles steht und fällt aber wohl mit den möglichen Abgängen. Verlässt Leon Goretzka wirklich den Verein? Verlängert auch Upamecano nicht? Was passiert mit Reservisten wie Nicolas Jackson, Raphaël Guerreiro und Sacha Boey?
All diese Fragen werden im Sommer beantwortet – und gleichzeitig neue Fragen bezüglich der Nachfolger aufwerfen. Man darf gespannt sein!
