60-Millionen-Transfer? Bayern nimmt neuen Verteidiger ins Visier

Felix Flechsig

Der FC Bayern sondiert den Markt für Innenverteidiger intensiv. Ein neuer Name ist jetzt mit dem Rekordmeister in Verbindung gebracht worden.

Die Innenverteidiger-Position ist derzeit eine der brisantesten überhaupt beim FC Bayern. Der Grund: Die Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano hängt noch immer in der Schwebe. Außerdem ist die Zukunft seines Kollegen Minjae Kim unklar.

Falls mindestens einer der beiden den deutschen Rekordmeister verlässt, muss auf jeden Fall ein Nachfolger her. Als heißeste Kandidaten galten bisher Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund und Marc Guéhi von Crystal Palace. Auch Castello Lukeba von RB Leipzig gehört zum erweiterten Kreis.

Jetzt ist aber noch ein neuer Name aufgetaucht. Transfer-Insider Ekrem Konur berichtet auf X, dass der FC Bayern neben Arsenal, Chelsea, Real Madrid und Manchester United zu den Interessenten an Jeremy Jacquet gehört. Der Innenverteidiger steht aktuell bei Stade Rennes unter Vertrag und hat einen Marktwert von rund 60 Millionen Euro. Wie der türkische Transferjournalist weiter schreibt, ist ein Wechsel im Januar unwahrscheinlich. Die besten Karten für eine Verpflichtung des 20 Jahre alten Defensivtalents hat laut Konur aktuell Manchester United.

Das macht Jacquet aus

Jeremy Jacquet
Foto: IMAGO

Das Interesse zahlreicher europäischer Topklubs kommt nicht von ungefähr. Jacquet stand bisher in fast jedem Ligaspiel für Rennes in der Startelf. Nur eine Partie verpasste er aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre. In jedem seiner Auftritte stand er über 90 Minuten auf dem Feld. Er ist beim Tabellensechsten der französischen Ligue 1 also ein absoluter Leistungsträger. Das zeigen auch seine Defensivwerte: Mit 1,71 Interceptions pro Spiel gehört der junge Franzose laut FBREF zu den den oberen 3 % in Europas Top-5-Ligen.

Seine 1,95 Tackles pro Spiel bringen ihn immerhin unter die Top 17 %. Was ihn allerdings weniger geeignet für den FC Bayern macht, sind seine Passwerte. Sowohl seine Passquote (87,8 %),  als auch seine versuchten Pässe (54,04 pro 90 Minuten) und seine progressiven Pässe (3,27 pro 90 Minuten) sind allesamt unter dem Durchschnitt und damit eher ungeeignet für das Ballbesitzspiel des deutschen Rekordmeisters.

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