Im Vertragspoker um Dayot Upamecano erhöht der FC Bayern den Druck deutlich. CEO Jan-Christian Dreesen hat dem französischen Innenverteidiger nun unmissverständlich klargemacht, dass der Klub zeitnah eine Entscheidung erwartet – und sein Angebot nicht weiter nachbessern wird.
Bei einem Besuch des Fanclubs „De roud-weissen Neifinger“ in Neufahrn sprach Dreesen offen über den Stand der Gespräche. „Upa hat ein Angebot von uns vorliegen, das wir auch noch mal verbessert haben. Das wurde auch schon mehrfach mit seinen Beratern diskutiert und jetzt auch noch mal mit ihm selber“, erklärte der Bayern-Boss. Dann folgte die klare Botschaft: „Ich glaube, das, was er jetzt da liegen hat, das sollte er unterschreiben. Denn es wird nicht besser.“
Damit macht der FC Bayern deutlich, dass die Grenze des Entgegenkommens erreicht ist. Der Klub sieht keinen Spielraum mehr für weitere finanzielle Zugeständnisse. Dreesen unterstrich zugleich, warum man Upamecano unbedingt halten möchte: „Wir haben ihm ein außerordentlich gutes Angebot gemacht, weil er seit anderthalb Jahren jetzt auch sehr gut gespielt hat. Er ist sicherlich einer der besten Innenverteidiger, die es auf der Welt gibt. Mit ihm und Jonathan Tah, aber auch den anderen, haben wir wieder eine Stabilität bekommen. Deswegen wollen wir ihn auch halten.“
Dreesen will keine Kaugummi-Verhandlungen
Gleichzeitig stellte der Vorstandschef klar, dass sich der Prozess nicht weiter in die Länge ziehen soll. „Das Ganze darf sich jetzt auch nicht mehr so lange ziehen. Ich will jetzt nur kein genaues Datum sagen, weil das steht dann morgen irgendwo.“ Unabhängig von einem konkreten Stichtag ist die Erwartungshaltung eindeutig: Der FC Bayern will eine schnelle Rückmeldung.

Noch deutlicher wurde Dreesen mit einem grundsätzlichen Statement zur Verhandlungsstrategie des Rekordmeisters. „Wir machen wirklich nicht jeden Blödsinn mit“, sagte er mit Blick auf überzogene Forderungen. Speziell zur Personalie Upamecano ergänzte er: „Wenn man ein Kaugummi zu lange kaut, ist der Geschmack irgendwann raus. Deshalb sollte sich das nicht wie Kaugummi ziehen.“
Der aktuelle Vertrag des 27-Jährigen läuft am Ende der Saison aus. In München liegt ein neues Arbeitspapier über mehrere Jahre bereit. Medienberichten zufolge erhofft sich die Spielerseite eine deutliche Gehaltssteigerung sowie weitere vertragliche Zugeständnisse. Klar ist jedoch: Aus Sicht des FC Bayern ist das letzte Angebot gemacht. Nun liegt der nächste Schritt bei Dayot Upamecano und seinem Umfeld.
