Kane deutet Bayern-Verlängerung an: „Gibt keinen Ort, wo ich lieber wäre“

Vjekoslav Keskic

Harry Kane hat beim traditionellen Fanclub-Besuch des FC Bayern in Denkendorf für große Begeisterung gesorgt – und dabei ganz nebenbei ein klares Signal in Richtung Zukunft gesendet. Der 32-Jährige ließ durchblicken, dass eine Vertragsverlängerung über 2027 hinaus für ihn vorstellbar ist.

Der Fanklub „Red White Bombers“ durfte sich in diesem Jahr über besonderen Besuch freuen. Rund 100 Kilometer nördlich von München wurde Kane von einer Blaskapelle empfangen, ehe er in der voll besetzten Turnhalle frenetisch gefeiert wurde. Rund 500 Fans standen auf den Bänken und skandierten seinen Namen – ein Moment, den der Engländer sichtlich genoss.

Kane präsentierte sich entspannt und gut gelaunt. Die Winterpause habe ihm gutgetan, erklärte der Stürmer. Zeit mit der Familie, erst im verschneiten Lappland, dann in der Sonne, dazu etwas Golf – für Kane ein Luxus, den er aus seiner Zeit in der Premier League so nicht kannte. Die Pause sei wichtig gewesen, um mental neue Energie zu sammeln.

Klare Ansage: Kane will mit Bayern das Triple

Sportlich kennt Kane nur ein Ziel. Der Angreifer machte deutlich, worum es ihm in der Rückrunde geht. Er will mit dem FC Bayern alle drei Titel holen. Der Saisonstart sei sehr gut gewesen, die Mannschaft arbeite hart und habe große Qualität. Entsprechend groß ist Kanes Zuversicht, dass in dieser Spielzeit etwas Besonderes möglich ist.

Besonders aufmerksam lauschten die Fans, als Kane am Ende des Besuchs auf seine Zukunft angesprochen wurde. Der Wunsch in München ist klar: Kane soll über 2027 hinaus bleiben. Der Engländer wählte seine Worte bewusst, aber eindeutig. Er fühle sich beim FC Bayern extrem wohl und könne sich aktuell nicht vorstellen, woanders zu sein. Gerade Tage wie dieser, mit der Nähe zu den Fans, würden dieses Gefühl noch verstärken.

Auf die Frage, ob ein längerer Verbleib realistisch sei, antwortete Kane offen: Das sei ganz sicher möglich. Gespräche würden geführt werden, sein Fokus liege jedoch voll auf der laufenden Saison. Ein Abschied sei für ihn derzeit kein Thema.

Neben sportlichen Zielen hat Kane auch ein persönliches Vorhaben. Er möchte endlich besser Deutsch sprechen. Zwei Unterrichtsstunden pro Woche absolviert er bereits, versteht in der Kabine immer mehr und hofft, gegen Saisonende zumindest kurze Gespräche oder ein erstes Interview auf Deutsch führen zu können. Sein Lieblingswort? „Tor“ – was die Halle prompt lautstark bestätigte.

Zum Abschluss bewies Kane Humor. Am Kickertisch kassierte er trotz dreier Tore eine Niederlage, nahm es gelassen, schrieb Autogramme und machte Fotos mit allen Fans – auch mit jenen, die ihn besiegt hatten.

Ein Besuch, der zeigte: Kane ist beim FC Bayern längst angekommen. Und vieles spricht dafür, dass seine Geschichte in München noch lange nicht zu Ende erzählt ist.

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