„Sehr, sehr weit“: Bayern-Boss bleibt optimistisch im Upamecano-Poker

Vjekoslav Keskic

Der FC Bayern arbeitet seit Monaten mit Hochdruck an der Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano. Ein Durchbruch blieb bislang aus, doch hinter den Kulissen bewegt sich etwas. Während zuletzt noch von zähen Gesprächen die Rede war, hat Sportdirektor Christoph Freund nun ein deutliches Signal gesendet – eines, das den Optimismus an der Säbener Straße spürbar steigen lässt.

Upamecano selbst hält sich weiter bedeckt. Bei Fanclubbesuchen beschränkt sich der Innenverteidiger auf knappe Aussagen und verweist lediglich auf laufende Gespräche. Das passt zur Linie des Vereins, der öffentlich keinen Druck auf den 27-Jährigen ausüben will. Umso bemerkenswerter sind die Worte von Christoph Freund.

„Der Upa hat sich die letzten anderthalb Jahre auf einem Weltklasse-Niveau präsentiert, seit Vincent Kompany da ist. Für uns wäre das eine ganz wichtige Verlängerung. Da sind wir in guten Gesprächen“, erklärte der Bayern-Sportdirektor und unterstrich damit die sportliche Relevanz des Franzosen für die Zukunft des Rekordmeisters.

Freund machte zugleich deutlich, dass es für Upamecano um weit mehr als nur ein neues Arbeitspapier geht. „Er ist 27, nächstes Jahr 28 Jahre alt – das ist das beste Fußballeralter. Dementsprechend wird das ein ganz wichtiger Vertrag für ihn für die nächsten drei, vier Jahre“, so der Österreicher.

Persönliche Verbindung als Trumpf im Vertragspoker

Christoph Freund
Foto: IMAGO

Besonders interessant wurde Freunds Einordnung, als er auf seine persönliche Beziehung zu Upamecano zu sprechen kam. „Ich kenne ihn schon sehr, sehr lange. Ich habe ihn damals mit 16 Jahren zu Salzburg geholt“, erinnerte der Sportdirektor an die gemeinsamen Anfänge im Jahr 2015. Dieses Vertrauensverhältnis könnte im Poker um eine Verlängerung eine entscheidende Rolle spielen.

Und dann folgte der Satz, der bei vielen Bayern-Fans für Aufatmen sorgen dürfte: „Bis jetzt gibt es noch keine finale Entscheidung, aber wir sind schon sehr, sehr weit.“

Zwar bleibt weiterhin offen, wann und ob es tatsächlich zur Unterschrift kommt, doch der Tonfall hat sich verändert. Nach Wochen der Zurückhaltung und widersprüchlicher Signale deutet vieles darauf hin, dass Klub und Spieler einander nähergekommen sind. Für den FC Bayern wäre eine Verlängerung mit Upamecano ein strategischer Meilenstein – sportlich wie strukturell.

Noch ist nichts unterschrieben. Doch erstmals seit Langem klingt es so, als könnte der monatelange Vertragspoker bald in eine entscheidende Phase eintreten.

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