Bayern-Abgang noch im Winter? Eberl erhöht den Druck

Tim Schoster

Während sich der FC Bayern auf die zweite Saisonhälfte vorbereitet, rücken auch mögliche Abgänge in den Fokus. Besonders bei einem Spieler könnte sich die Situation bald ändern.

Nach dem 5:0 im Testspiel bei RB Salzburg wurde Max Eberl direkt auf die Zukunft von Sacha Boey angesprochen und reagierte mit deutlichen Worten: „Wenn Hiroki wieder da ist und Phonzie wieder da ist, haben wir Außenverteidiger en masse, von sehr hoher Qualität, und dann kann es halt für den ein oder anderen Spieler echt schwer werden. Dann macht es auch Sinn, wenn man sich Gedanken macht, etwas zu verändern.“ Außerdem verwies er darauf, dass noch genügend Zeit für Veränderungen bleibe, das Winter-Transferfenster ist bis zum 2. Februar geöffnet.

Zuvor wurde bereits berichtet, dass Sacha Boey unter Trainer Vincent Kompany wohl keine Chance mehr erhält. Bei seinem letzten Pflichtspieleinsatz am 1. November gegen Leverkusen kam er rund eine Viertelstunde zum Einsatz – seither blieb er ohne weitere Spielminute. Zwar saß der 25-Jährige weiterhin regelmäßig auf der Bank, doch Kompany verzichtete konsequent auf Einsätze. In den vergangenen Wochen war Boey offiziell krank gemeldet, so auch in Salzburg.

Öffnet Christoph Freund die Tür für einen Boey-Abgang?

Sacha Boey
Foto: IMAGO

Nach Informationen der Münchner Abendzeitung soll es außerdem intern Kritik an seiner Einstellung gegeben haben. In einem konkreten Fall habe er sich vor einer geplanten Einwechslung zu lange umgezogen, woraufhin Kompany den Wechsel kurzfristig strich. Seitdem spielt Boey keine Rolle mehr.

Boey war im Januar 2024 für rund 30 Millionen Euro aus Istanbul nach München gewechselt. Immer wieder wurde er durch Verletzungen zurückgeworfen – Muskelrisse, Meniskusprobleme und eine Sprunggelenksverletzung ließen ihn bereits 36 Pflichtspiele verpassen. Auch unter Kompany konnte er sich nur kurzfristig empfehlen. In der laufenden Saison kommt er auf 14 Einsätze, davon sechs von Beginn an.

Ein Verkauf im Januar ist wahrscheinlich. Besonders Crystal Palace gilt als potenzieller Abnehmer. Der Klub sucht Verstärkung auf der rechten Abwehrseite. Nach Informationen der AZ beobachtet Palace die Entwicklung genau. Eine zentrale Rolle könnte Christoph Freund spielen: Der Bayern-Sportdirektor kennt Palace-Trainer Oliver Glasner aus gemeinsamen Zeiten bei RB Salzburg, ein möglicher Türöffner für einen schnellen Wechsel. Als Ablöse steht ein Betrag zwischen 15 und 20 Millionen Euro im Raum.

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