Leon Goretzka wird seit Wochen als einer der prominentesten Abgangskandidaten beim FC Bayern gehandelt. Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied im Winter hielten sich hartnäckig – nun hat Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen klar Stellung bezogen und dem Thema vorerst den Wind aus den Segeln genommen.
„Wir planen auch die Rückrunde mit Leon“, stellte Dreesen im Gespräch mit t-online unmissverständlich klar. Eine Aussage mit Signalwirkung. Trotz des großen Interesses aus dem Ausland – Atlético Madrid, der FC Barcelona und auch Tottenham Hotspur wurden zuletzt immer wieder genannt – hat der Rekordmeister keinerlei Absicht, den 30-Jährigen mitten in der Saison ziehen zu lassen. Zu dünn ist der Kader, zu anspruchsvoll die Rückrunde mit Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal.
Winter-Wechsel vom Tisch – Bayern setzt auf Stabilität
Goretzka selbst soll zuletzt durchaus offen für einen Tapetenwechsel gewesen sein. Mehr Spielzeit, eine klare sportliche Rolle und der Blick auf die WM 2026 spielten dabei eine zentrale Rolle. Unter Vincent Kompany ist der DFB-Nationalspieler nicht mehr gesetzt, in den großen Spielen vertraut der Belgier auf Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic. Dennoch: Für den Winter ist das Thema erledigt. Die Bayern wollen Stabilität – und dazu gehört auch ein erfahrener Spieler wie Goretzka, selbst wenn er sportlich nicht mehr erste Wahl ist.
Dreesens Aussagen passen zur aktuellen Linie an der Säbener Straße. Abgänge im Winter sollen die Ausnahme bleiben, vor allem bei gestandenen Profis. Goretzka ist intern weiter hoch angesehen, gilt als wichtiger Faktor für die Kabine und bringt internationale Erfahrung mit, die in einer langen Rückrunde Gold wert sein kann.
Abschied wohl erst 2026 – Barcelona bleibt Option

Langfristig allerdings deutet vieles auf einen Abschied hin. Spätestens im Sommer 2026 dürfte sich das Kapitel Goretzka beim FC Bayern schließen. Eine Vertragsverlängerung gilt als nahezu ausgeschlossen. Während der Mittelfeldspieler einem Verbleib in München nicht abgeneigt wäre, haben die Bayern ihre strategische Ausrichtung längst angepasst.
Mit Pavlovic und Tom Bischof steht die nächste Generation bereits bereit. Pavlovic hat Goretzka in der internen Hierarchie überholt. Der Umbruch im Mittelfeld läuft – leise, aber konsequent.
Für Goretzka eröffnet sich dadurch eine attraktive Perspektive. Als ablösefreier Spieler mit großer internationaler Erfahrung wird er auf dem Markt begehrt sein. Besonders ein Wechsel nach Spanien gilt als realistisch. Medienberichten zufolge liebäugelt der 30-Jährige mit dem FC Barcelona – und einer möglichen Wiedervereinigung mit Hansi Flick, unter dem er einst das Triple gewann.
Der Winter bringt also Klarheit, der Sommer die Entscheidung. Beim FC Bayern ist Leon Goretzka vorerst eingeplant – aber die Zeichen stehen trotzdem auf Abschied.
