Ärger wegen seiner viel diskutierten Real-Madrid-Aussage? Beim FC Bayern deutet derzeit wenig darauf hin. Im Gegenteil: Die Münchner wollen Lennart Karl offenbar langfristig binden – und ihn dafür auch finanziell deutlich besserstellen.
Nach Informationen der Sport BILD steht dem Offensivtalent schon in wenigen Wochen der nächste Karriereschritt bevor. Sobald Karl im kommenden Monat 18 Jahre alt wird, wandelt sich sein aktueller Vertrag automatisch in einen Profikontrakt, der bis 2029 läuft. Doch damit soll es aus Sicht der Bayern-Bosse nicht getan sein. Intern arbeitet der Rekordmeister demnach bereits an einer weiteren Verlängerung bis 2031 – inklusive einer satten Gehaltserhöhung.
Konkret würde Karls Jahresgehalt von derzeit rund ein bis zwei Millionen Euro auf etwa fünf bis sieben Millionen Euro ansteigen. Die Münchner wollen den Youngster damit nicht nur für seine sportliche Entwicklung belohnen, sondern auch ein klares Signal senden: Karl soll langfristig ein Gesicht des FC Bayern werden.
Real-Aussagen von Karl: Bayern-Bosse bleiben ruhig
Interessant ist dieser Schritt auch vor dem Hintergrund der jüngsten Diskussionen um Karls offene Aussage zu Real Madrid. Beim Fanclub-Besuch hatte der 17-Jährige gesagt: „Der FC Bayern ist ein sehr großer Verein. Es ist ein Traum, dort zu spielen. Aber irgendwann will ich auf jeden Fall mal zu Real Madrid. Das ist mein Traumverein – aber das bleibt unter uns.“ Die Reaktionen in der Fanszene fielen teils heftig aus.
Klubintern wurde das Thema jedoch schnell abgeräumt. Sportdirektor Christoph Freund stellte nach dem Testspiel in Salzburg klar: „Ich glaube, das ist der Lenny. Wer den Lenny kennt, weiß das. Er trägt sein Herz auf der Zunge.“ Der Österreicher erklärte zudem, Karl habe die Tragweite seiner Worte sofort erkannt: „Ihm war es natürlich gleich bewusst, dass das unglücklich war. Er hat sich am nächsten Tag entschuldigt, wir haben darüber gesprochen. Er ist direkt auf uns zugekommen und hat gesagt: So habe ich das gar nicht gemeint.“

Auch Sportvorstand Max Eberl nahm den Youngster in Schutz. „Ein 17-Jähriger darf auch mal Fehler machen. Für uns ist die Sache vom Tisch. Entscheidend ist, dass er seine Leistung auf dem Platz zeigt“, so Eberl.
Das tat Karl am Dienstag eindrucksvoll. Beim Testspiel gegen Salzburg nach seiner Einwechslung zur Halbzeit erzielte er zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor.
