Bayern erhöht Druck auf Boey – Er könnte ihn ersetzen

Sebastian Mittag

Beim FC Bayern spitzt sich die Situation rund um Sacha Boey weiter zu. Der Rekordmeister erhöht intern den Druck auf den Rechtsverteidiger – und hat für den Fall eines Abgangs bereits einen möglichen Nachfolger im Blick.

Nach Informationen der Sport BILD steht Givairo Read auf der Liste der Münchner als potenzieller Ersatz für Boey. Der junge Rechtsverteidiger wird jedoch laut dem Bericht klar als Sommer-Option gehandelt, nicht für das laufende Winter-Transferfenster. Damit ist die Marschroute klar: Boey darf den Verein zwar noch in diesem Monat verlassen, eine direkte Nachverpflichtung ist kurzfristig aber nicht geplant.

Die Bayern verfolgen dabei eine klare Linie. Ein Abgang des Franzosen käme ausschließlich als fixer Transfer infrage, eine Ausleihe ist wohl ausgeschlossen. Sollte Boey gehen, wollen die Verantwortlichen einen sauberen Schnitt – sportlich wie wirtschaftlich. Damit wird auch deutlich, dass der 25-Jährige unter Trainer Vincent Kompany keine Perspektive mehr besitzt.

Schon in den vergangenen Wochen hatten sich die Zeichen verdichtet. Kompany verzichtete konsequent auf Einsätze, obwohl Boey mehrfach im Kader stand. Sein letzter Pflichtspieleinsatz datiert vom 1. November gegen Leverkusen. Seither blieb er ohne Spielminute. Intern soll es zudem Unzufriedenheit mit seiner Einstellung gegeben haben, was das Aus zusätzlich beschleunigt haben dürfte.

Bayern würde Boey gerne verkaufen

Sportvorstand Max Eberl hatte die Situation zuletzt öffentlich eingeordnet und betont, dass es mit der Rückkehr verletzter Außenverteidiger für „den ein oder anderen Spieler sehr schwer“ werde. Das wurde an der Säbener Straße klar als Hinweis auf Boey verstanden. Der Konkurrenzkampf auf den Außenbahnen ist groß, die Geduld aufgebraucht.

Parallel dazu sondieren die Bayern bereits den Markt für die Zeit nach der Saison. Givairo Read gilt als entwicklungsfähige Lösung für die Zukunft und passt ins Profil eines jungen, dynamischen Außenverteidigers. Eine Verpflichtung im Sommer würde den Kader verjüngen, ohne im Winter unnötige Unruhe zu erzeugen.

Givairo Read
Foto: IMAGO

Für Boey bedeutet das: Die Uhr tickt. Interessenten wie Crystal Palace sollen die Situation aufmerksam verfolgen. Die Ablösevorstellungen der Bayern liegen zwischen 15 und 20 Millionen Euro. Kommt in den nächsten Wochen ein passendes Angebot, steht einem Abschied nichts mehr im Weg. Bleibt es aus, dürfte der Franzose bis zum Sommer auf eine neue Chance warten müssen – allerdings ohne echte Aussicht auf Spielzeit.

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