„Wichtige Rolle einnehmen“: Dreesen spricht über Müller-Comeback bei Bayern

Vjekoslav Keskic

Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen schwärmt von Thomas Müller und öffnet die Tür für eine Rückkehr zum deutschen Rekordmeister – ein Zeitplan existiert jedoch nicht.

Auch wenn Thomas Müller aktuell noch bis mindestens Ende 2026 bei den Vancouver Whitecaps unter Vertrag steht, reißt die Diskussion um eine mögliche Rückkehr zum FC Bayern nicht ab. Zu groß ist die emotionale Bindung, zu prägend war die Rolle des Weltmeisters von 2014 für den deutschen Rekordmeister. Nun hat sich Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen offen zu den immer wieder aufkommenden Comeback-Gedanken geäußert – und dabei keinen Zweifel an seiner Wertschätzung für die Klub-Legende gelassen.

Erst vor Kurzem war Müller in München zu Gast, besuchte das Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 und nutzte die Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch mit der Bayern-Führung. Dreesen berichtete im Gespräch mit t-online, dass der Kontakt dabei ganz selbstverständlich zustande kam. Müller habe sich vor seinem Stadionbesuch gemeldet, woraufhin der Vorstandschef ihn spontan auf die Ehrentribüne eingeladen habe. „Ich habe mich total gefreut, dass er da war“, so Dreesen, der keinen Hehl daraus machte, dass er sich eine Rückkehr Müllers in anderer Funktion sehr gut vorstellen kann.

„Er will momentan noch spielen“

Thomas Müller
Foto: Getty Images

Für die Zukunft formulierte der Bayern-Boss einen klaren Wunsch, ohne dabei Druck aufzubauen oder Erwartungen zu schüren. Er würde es sehr begrüßen, wenn Müller „irgendwann eine Rolle bei uns einnimmt – eine wichtige Rolle“. Gleichzeitig stellte Dreesen unmissverständlich klar, dass es dafür aktuell weder einen konkreten Plan noch einen festen Zeitrahmen gibt. Der Grund ist simpel: Müller will weiterhin Fußball spielen – und genau das respektiert man in München.

Dreesen betonte, dass man Müller im Gespräch nach wie vor das Feuer und die Leidenschaft anmerkt, die ihn über Jahre ausgezeichnet haben. Dieses innere Brennen sei ein starkes Zeichen dafür, dass seine aktive Karriere noch nicht am Ende angekommen ist. „Er will momentan noch spielen, das hat er ja schon mehrfach gesagt. Und das ist auch gut so“, erklärte der 58-Jährige und unterstrich damit, dass der FC Bayern seinem langjährigen Aushängeschild bewusst alle Freiheiten lässt.

Zugleich stellte Dreesen klar, dass es keinerlei Absprachen oder Vorfestlegungen zwischen Klub und Spieler gibt. Müller steht in Vancouver vor einer neuen Saison und will nach dem verlorenen MLS-Finale gegen Inter Miami einen neuen Anlauf starten. Diese sportliche Herausforderung steht für den 36-Jährigen derzeit klar im Fokus. In München beobachtet man diesen Weg mit Respekt – und Geduld.

Unmissverständlich ist jedoch die Botschaft aus der Säbener Straße: Thomas Müller wird beim FC Bayern immer willkommen sein. Dreesen brachte es auf den Punkt, als er erklärte, dass Müller um seine Bedeutung für den Verein wisse und genauso gut wisse, dass die Türen beim FC Bayern für ihn jederzeit offenstehen. Wann und in welcher Rolle es zu einer Rückkehr kommen könnte, ist offen. Sicher ist nur: Das Kapitel Thomas Müller und FC Bayern ist noch lange nicht auserzählt.

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