„Er war der bester Angreifer“: Bayern-Star wird zum Streitpunkt in England

Vjekoslav Keskic

Luis Díaz glänzt beim FC Bayern – Ex-Liverpool-Star Sturridge glaubt: Sein Abgang war ein Schlüsselfehler der Reds.

Luis Díaz ist beim FC Bayern längst mehr als nur ein hochkarätiger Neuzugang. Der Kolumbianer ist in seiner ersten Saison in München zu einer tragenden Säule der Offensive geworden, liefert Tempo, Intensität und Scorerpunkte – und sorgt damit nun auch in England für Diskussionen. Ausgerechnet beim FC Liverpool stellt man sich immer häufiger die Frage, ob der Verkauf des Flügelstürmers ein folgenschwerer Fehler war.

Sturridge adelt Díaz: „Der beste Angreifer der Saison“

Im Vorfeld des Premier-League-Topspiels zwischen dem FC Liverpool und dem FC Arsenal (0:0) entfachte bei Sky Sports eine hitzige Debatte. Ex-Liverpool-Stürmer Daniel Sturridge legte dabei den Finger in eine offene Wunde – und rückte Luis Díaz ins Zentrum seiner Argumentation. Für ihn ist klar: Der Abgang des heutigen Bayern-Stars wiegt schwerer, als viele Verantwortliche es sich eingestehen wollen.

„Die Lösung des Rätsels ist Luis Díaz“, erklärte Sturridge unmissverständlich. „Er war der beste Angreifer der letzten Saison. Mohamed Salah hat zwar die Rekorde gebrochen, aber Díaz hat gepresst, Chancen kreiert, Tore erzielt und dem Spiel eine andere Energie gegeben.“ Worte, die in Liverpool nicht ungehört bleiben dürften – zumal Díaz in München genau diese Qualitäten Woche für Woche unter Beweis stellt.

Während Gary Neville noch darüber rätselte, ob Liverpool nach dem Titelgewinn unter Arne Slot möglicherweise satt geworden sei, widersprach Sturridge vehement. Für ihn ist es kein mentales Problem, sondern ein strukturelles – und Díaz steht sinnbildlich dafür.

Díaz glänzt in München – Liverpool fehlt sein Profil

Luis Diaz
Foto: Getty Images

Was Sturridge beschreibt, ist exakt das, was den FC Bayern aktuell auszeichnet. Díaz verkörpert unter Vincent Kompany jene aggressive, vertikale Spielweise, die Münchens Offensive so schwer ausrechenbar macht. Sein Pressing, seine Läufe in die Tiefe und seine Fähigkeit, Spiele mit Intensität zu prägen, haben ihn schnell unverzichtbar gemacht.

In Liverpool hingegen ist genau dieses Element verloren gegangen. Die Reds durchlebten in der laufenden Saison eine deutliche Schwächephase, verloren zwischen Ende September und Ende November sechs von sieben Spielen und rutschten früh aus dem Titelrennen. Sturridge sieht darin eine klare Verbindung zu den personellen Abgängen – allen voran zu Díaz. „Du glaubst es nicht, aber das ist die Wahrheit“, beendete der frühere Nationalspieler seinen Monolog in Richtung Neville.

Der Vergleich fällt dabei immer deutlicher aus. Während Díaz beim FC Bayern aufblüht und sportlich wie emotional den Unterschied macht, liegt Liverpool inzwischen 14 Punkte hinter Arsenal. Ein Abstand, der auch in England die Diskussion befeuert, ob man einen Spieler ziehen ließ, der mehr war als nur ein weiterer Offensivmann.

THEMEN
Teile diesen Artikel