Maximale Vorsicht: So plant Bayern das Musiala-Comeback

Vjekoslav Keskic
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Jamal Musiala steht beim FC Bayern kurz vor dem Comeback. Der FC Bayern möchte bei dem 22-Jährigen jedoch keinerlei Risiko eingehen und setzt auf maximale Vorsicht.


Es scheint nur noch eine Frage von Tagen zu sein, bis Jamal Musiala sein lang ersehntes Comeback beim FC Bayern feiern wird. Im BILD-Podcast „Bayern Insider“ wurde nun bekannt, dass Jamal Musiala näher an einem Comeback ist, als es der öffentliche Trainingsstatus vermuten lässt. BILD-Reporter Heiko Niedderer erklärt: „Wenn es um ein Champions-League-Finale gehen würde, würde er sicherlich spielen.“

Ein Satz, der verdeutlicht, dass Musiala sportlich bereits wieder eine Option wäre – zumindest theoretisch.

Genau an diesem Punkt setzt jedoch die bewusste Zurückhaltung der Bayern an. Musiala hat zuletzt zwar wieder Teile des Mannschaftstrainings absolviert, doch der Verein möchte den 22-Jährigen nicht in eine Situation bringen, in der ein Rückschlag droht. Niedderer erklärt, dass es eine klare Absprache zwischen Spieler und Klub gebe, den Wiedereinstieg kontrolliert zu gestalten. „Man lässt es jetzt ein bisschen langsam angehen.“

Der Blick auf Februar und März – Musiala als Schlüsselspieler

Jamal Musiala
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Der vorsichtige Umgang mit Musiala ist kein Zeichen von Unsicherheit, sondern Ausdruck strategischer Planung. BILD-Fußballchef Christian Falk macht deutlich, dass der FC Bayern den Nationalspieler vor allem für die entscheidende Phase der Saison bei 100 Prozent haben will. „Februar, März, wenn die wichtigen Spiele kommen, dann will er bei 100 Prozent sein“, lautet demnach die interne Planung.

Musiala selbst drängt zwar auf den Platz, doch die Verantwortlichen haben aus der Vergangenheit gelernt. Immer wieder hatte der FC Bayern Leistungsträger zu früh zurückgebracht – mit teils fatalen Folgen. Bei Musiala soll dieses Risiko unbedingt vermieden werden, gerade vor dem Hintergrund des ohnehin kleinen Kaders.

Der Rekordmeister weiß, wie zentral Musiala für das eigene Offensivspiel ist. Seine Kreativität, seine Unberechenbarkeit und seine Fähigkeit, Spiele im Alleingang zu entscheiden, machen ihn zu einem der wichtigsten Bausteine für die zweite Saisonhälfte. Umso konsequenter ist die Marschroute: lieber ein Spiel mehr pausieren als ein ganzes Frühjahr verlieren.

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