Vorzeitiger Abschied? Jetzt spricht Bayern-Star Minjae Kim

Vjekoslav Keskic

Minjae Kim bezieht Stellung zu Wechselgerüchten – der Bayern-Verteidiger macht klar, wo seine Zukunft liegt.

Minjae Kim galt einst als das neue „Abwehrmonster“ des FC Bayern, als die Münchner den Südkoreaner im Sommer 2023 für rund 50 Millionen Euro aus Neapel verpflichteten. Heute ist von dieser Rolle nur noch wenig übrig. Unter Vincent Kompany hat sich Kim mit einer Reservistenrolle abzufinden, während Jonathan Tah und Dayot Upamecano das Abwehrzentrum nahezu konkurrenzlos dominieren.

Das Duo hat sich in den vergangenen Monaten zu einem der stabilsten Innenverteidiger-Pärchen Europas entwickelt. Für Kim bleibt aktuell nur die Rolle als erster Backup – und daran dürfte sich mittelfristig wenig ändern, solange Tah und Upamecano ihre Form konservieren. Entsprechend häuften sich zuletzt die Spekulationen um einen möglichen Abschied des 29-Jährigen von der Säbener Straße.

Bereits im Sommer 2025 machten Berichte die Runde, wonach der FC Bayern bei einem passenden Angebot gesprächsbereit wäre. Auch in der aktuellen Transferperiode tauchten erneut namhafte Interessenten auf, darunter der FC Chelsea und die AC Milan. Kim selbst kann diesen Gedankenspielen allerdings wenig abgewinnen.

Kim stellt klar: „Der Gedanke an einen Transfer kam mir nie“

Minjae Kim
Foto: IMAGO

Beim Besuch eines Bayern-Fanklubs nutzte der südkoreanische Nationalspieler die Gelegenheit, erstmals selbst Stellung zu beziehen – und das mit überraschend deutlichen Worten. „Der Gedanke an einen Transfer ist mir nie in den Sinn gekommen“, erklärte Kim und schob damit allen Wechselgerüchten einen klaren Riegel vor.

Der Innenverteidiger betonte zudem, wie wohl er sich in München fühle. Der Verein habe ihn seit seiner Ankunft herzlich aufgenommen, sportlich wie menschlich passe für ihn vieles. Seine Ziele für das Jahr 2026 seien klar definiert: mit dem FC Bayern das Triple gewinnen, sich weiter etablieren und jederzeit bereit sein, wenn er gebraucht werde.

Zukunftsfrage bleibt trotz Bekenntnis offen

So eindeutig Kims Worte auch klingen, bleibt seine Situation sportlich heikel. Sollte sich an seiner Rolle bis zum Sommer nichts ändern und er weiterhin überwiegend auf der Bank sitzen, dürfte ein offenes Gespräch zwischen Klub und Spieler unausweichlich sein. Mit einem kolportierten Jahresgehalt von 15 bis 16 Millionen Euro zählt Kim zu den Besserverdienern im Kader – ein Faktor, der in der Kaderplanung eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt.

Zumal der Vertrag des Südkoreaners noch bis 2028 läuft. Klar ist: Kurzfristig denkt Kim nicht an einen Abschied. Doch wie so oft beim FC Bayern wird die sportliche Perspektive am Ende darüber entscheiden, ob aus dem klaren Bekenntnis auch eine langfristige gemeinsame Zukunft wird.

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