Der FC Bayern steht vor dem Pflichtspielauftakt ins Jahr 2026 gegen Wolfsburg. Abseits des Rasens sorgt die Personalie Sacha Boey für Gesprächsstoff. Max Eberl hat sich erneut zu einem möglichen Abgang des Franzosen geäußert.
Auf der Pressekonferenz vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres ließ Bayerns Sportvorstand durchblicken, dass ein Wechsel von Boey im Winter nicht ausgeschlossen ist. Laut Max Eberl gilt: „Wenn ein Spieler den Wunsch hat zu wechseln, muss man darüber sprechen. Es gibt Spieler, bei denen wir sagen: keine Chance – und es gibt andere, bei denen wir gesprächsbereit wären.“
Dabei betonte Eberl zwar ausdrücklich, keine Namen zu nennen, doch die auf Boey bezogene Fragestellung und die aktuelle Situation lassen seine Aussagen in einem klaren Licht erscheinen.
Schon in Salzburg wurde Eberl deutlich

Bereits nach dem 5:0-Testspielerfolg bei RB Salzburg hatte sich Eberl zur Rolle Boeys im Team geäußert: „Wenn Hiroki wieder da ist und Phonzie wieder da ist, haben wir Außenverteidiger en masse, von sehr hoher Qualität, und dann kann es halt für den ein oder anderen Spieler echt schwer werden. Dann macht es auch Sinn, wenn man sich Gedanken macht, etwas zu verändern.“ Zudem erinnerte er daran, dass das Transferfenster bis zum 2. Februar geöffnet ist und damit noch einiges an Zeit für eine Entscheidung bleibt.
Der 25-Jährige spielt unter Vincent Kompany in der aktuellen Saison kaum eine Rolle. Sein letzter Einsatz datiert vom 1. November gegen Bayer Leverkusen, seitdem kam er nicht mehr zum Zug, auch wenn er häufig im Kader stand. Offiziell fehlte er zuletzt krankheitsbedingt, auch das Spiel in Salzburg verpasste er aus diesem Grund. Gegen Wolfsburg wird er ebenfalls nicht im Kader stehen.
Internes Ungemach und Interesse aus der Premier League
Nach Informationen der Münchner Abendzeitung soll Boey intern wegen seiner Einstellung kritisiert worden sein. Besonders ein Vorfall sorgte demnach für Unmut: Bei einer geplanten Einwechslung soll er sich zu lange umgezogen haben, woraufhin Kompany kurzfristig den Wechsel absagte.
Boey war erst im Januar 2024 für rund 30 Millionen Euro aus Istanbul an die Isar gewechselt. Wiederholte Verletzungen warfen ihn jedoch immer wieder zurück – Muskelrisse, Meniskusprobleme und eine Sprunggelenksverletzung ließen ihn bereits 36 Pflichtspiele verpassen. In der laufenden Spielzeit kam er in 14 Partien zum Einsatz, nur sechsmal davon von Beginn an.
Ein Abschied in der Winterpause gilt als wahrscheinlich. Besonders Crystal Palace soll großes Interesse zeigen. Laut der AZ beobachten die Engländer die Lage aufmerksam. Möglicher Vermittler: Sportdirektor Christoph Freund, der Palace-Coach Oliver Glasner aus gemeinsamen Salzburger Zeiten kennt. Als Ablösesumme stehen 15 bis 20 Millionen Euro im Raum.
