Trotz des gelungenen Bundesliga-Starts gegen Wolfsburg bleibt beim FC Bayern die Frage offen, wann Joshua Kimmich wieder eingreifen kann. Nach dem Spiel äußerte sich der Nationalspieler selbst zur aktuellen Lage.
Beim 8:1-Kantersieg gegen den VfL fehlte der Mittelfeldchef erneut im Aufgebot und wird wohl auch beim Auswärtsspiel in Köln passen müssen. „Ich glaube nicht“, antwortete Kimmich direkt nach dem Spiel gegenüber der BILD auf die Frage, ob er am Mittwoch wieder zur Verfügung stehe.
Seine Worte spiegeln den bisherigen Verlauf der Reha wider. Seit der Länderspielpause im November kämpft der 30-Jährige mit Sprunggelenksproblemen, die sich als hartnäckiger erwiesen haben als zunächst gedacht. Er verpasste bereits das letzte Spiel vor der Winterpause in Heidenheim, ebenso wie den Trainingsauftakt und den Test gegen Salzburg.
Comeback nur ohne Risiko

Kimmich trainiert allerdings inzwischen wieder individuell an der Säbener Straße. Unter Anleitung von Reha-Chef Benjamin Sommer absolvierte er kürzlich rund 20 Minuten Lauftraining in verschiedenen Intensitäten – erstmals wieder in Fußballschuhen. Sogar erste Sprints waren möglich, ein Einstieg ins Teamtraining steht aber weiterhin aus.
Im Klub herrscht Einigkeit, keine Risiken einzugehen. Sportvorstand Max Eberl erklärte bereits: „Es wird keine ellenlange Geschichte, aber es kann schon noch ein paar Tage dauern.“ Ein vorschneller Einsatz soll unbedingt vermieden werden – auch mit Blick auf die entscheidende Saisonphase im Frühjahr. Erst wenn die Beschwerden komplett verschwunden sind, wird Kimmich zurückkehren.
Trainer Vincent Kompany muss in der Zwischenzeit weiter improvisieren. Gegen Wolfsburg bildeten Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof das Mittelfeldzentrum. Goretzka saß zunächst auf der Bank, Nachwuchshoffnung Santos Daiber kam nicht zum Einsatz, bleibt aber eine Option. In Köln dürfte Kompany erneut auf die junge Doppel-Sechs setzen.
Ein Einsatz Kimmichs im Topspiel bei RB Leipzig am kommenden Samstag ist zumindest nicht ausgeschlossen – vorausgesetzt, das Sprunggelenk spielt mit. Bis dahin heißt es weiter: Geduld statt Risiko.
