Bayern plötzlich in der Pole Position? Guehi-Transferpoker bleibt offen

Sebastian Mittag

Der Transferpoker um Marc Guehi bleibt weiter hochspannend – und der FC Bayern könnte dabei eine überraschend gute Ausgangslage haben.

Während Konkurrent Manchester City auf einen schnellen Abschluss drängt, könnte der deutsche Rekordmeister beim Innenverteidiger von Crystal Palace in der Pole Position liegen.

Nach Informationen von Foot Mercato soll Guehi aktuell zu einem Wechsel nach München tendieren. Laut dem Bericht hat Manchester City Guehi allerdings bereits ein Vertragsangebot für einen Wechsel im Winter unterbreitet. Hintergrund ist der akute Bedarf in der Defensive: Mit Josko Gvardiol und Ruben Dias fallen zwei zentrale Abwehrspieler langfristig aus, Pep Guardiola sucht dringend nach Verstärkung. Entsprechend versuchen die Citizens, die Gespräche zu beschleunigen und einen Transfer noch in diesem Winter über die Bühne zu bringen.

Die Bayern verfolgen demnach eine andere Strategie als ManCity. Während die Engländer auf einen sofortigen Deal drängen, bevorzugen die Verantwortlichen an der Säbener Straße einen ablösefreien Transfer im Sommer.

Viel Konkurrenz für den FC Bayern bei Guehi

Guehi war bereits im vergangenen Sommer kurz vor einem Wechsel zum FC Liverpool, doch der Deal scheiterte in letzter Minute, weil Crystal Palace keinen Ersatz für seinen Abwehrchef fand. Seitdem steht der Kapitän der Eagles bei zahlreichen Topklubs auf dem Zettel. Neben mehreren Premier-League-Vereinen sollen auch Real Madrid und der FC Barcelona Interesse zeigen. Der Vertrag des englischen Nationalspielers läuft im kommenden Sommer aus – ein entscheidender Faktor im aktuellen Poker.

Marc Guehi
Foto: IMAGO

Crystal-Palace-Trainer Oliver Glasner machte zuletzt deutlich, dass ein Abgang nicht ausgeschlossen ist. „Sein Vertrag läuft diesen Sommer aus, und wenn sich jemand meldet, wird es einen Moment geben, in dem der Verein das Finanzielle vor das Sportliche stellt. Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass, wenn City ein kolossales Angebot macht und Marc gehen will, der Transfer nicht zustande kommt“, erklärte Glasner und deutete damit an, dass auch ein Winterwechsel realistisch sein könnte.

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