Gnabry-Verlängerung wackelt! Nicht alle Bayern-Bosse überzeugt

Vjekoslav Keskic

Die Vertragsverlängerung von Serge Gnabry beim FC Bayern wackelt. Intern gibt es Zweifel, obwohl ein neues Angebot vorbereitet ist.

Beim FC Bayern galt die Vertragsverlängerung von Serge Gnabry zuletzt als nahezu sicher. Hinter den Kulissen scheint das Thema jedoch komplizierter zu sein als bislang angenommen. Wie der kicker berichtet, gibt es vereinsintern unterschiedliche Auffassungen darüber, ob und wann dem Offensivspieler ein neues Angebot unterbreitet werden soll.

Laut dem Fachblatt ist die Verlängerung des auslaufenden Vertrags keineswegs final entschieden. Während die sportliche Leitung um Max Eberl und Christoph Freund weiterhin klar auf eine zeitnahe Einigung drängt, gibt es innerhalb der Vereinsführung offenbar Stimmen, die zu mehr Zurückhaltung raten. Demnach soll zunächst abgewartet werden, wie sich Gnabry sportlich präsentiert, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Gnabry verzichtet für neuen Vertrag auf Gehalt

Serge Gnabry
Foto: IMAGO

Dabei liegt ein konkretes Szenario bereits auf dem Tisch. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge könnte Gnabry einen neuen Zweijahresvertrag bis 2028 erhalten. Der 30-Jährige soll grundsätzlich bereit sein, finanzielle Abstriche zu machen. Aktuell zählt der DFB-Nationalspieler mit einem Jahresgehalt von bis zu 18 Millionen Euro zu den Topverdienern beim Rekordmeister. In den neuen Vertragsgesprächen spielt jedoch eine stärkere Leistungsbezogenheit eine zentrale Rolle.

Nach Informationen der BILD würde Gnabry künftig inklusive Boni maximal rund 15 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Wie hoch das garantierte Grundgehalt ausfallen soll und welcher Anteil variabel gestaltet ist, bleibt offen. Klar ist aber: Der FC Bayern möchte die Gehaltsstruktur weiter optimieren und setzt dabei verstärkt auf leistungsabhängige Modelle.

Brisant ist die Machtverteilung bei dieser Personalie. Da Vertragsabschlüsse und Transfers unterhalb der 50-Millionen-Euro-Grenze nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, könnten Eberl und Freund die Verlängerung theoretisch eigenständig vorantreiben. Ob sie diesen Weg gehen oder ob sich die skeptischen Stimmen innerhalb des Klubs durchsetzen, bleibt abzuwarten.

Fest steht: Die eigentlich sicher geglaubte Verlängerung von Gnabry ist kein Selbstläufer mehr. In den kommenden Wochen dürfte sich entscheiden, ob der Offensivspieler langfristig Teil der Bayern-Zukunft bleibt – oder ob das Thema noch einmal grundlegend neu bewertet wird.

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