Kompany auf Guardiola-Niveau: Bayern-Demonstration krönt Jubiläum

Vjekoslav Keskic

Der FC Bayern hat zum Start ins neue Bundesliga-Jahr ein unmissverständliches Ausrufezeichen gesetzt. Mit dem 8:1-Schützenfest gegen den VfL Wolfsburg präsentierten sich die Münchner in Torlaune, gnadenlos effizient und in beeindruckender Spielfreude. Der souveräne Erfolg war nicht nur sportlich ein Statement, sondern auch symbolisch – denn er fiel auf ein ganz besonderes Datum für Vincent Kompany.

Für den Cheftrainer des deutschen Rekordmeisters war die Partie gegen Wolfsburg sein 50. Spiel als Bundesliga-Coach des FC Bayern. Und dieses Jubiläum unterstreicht eindrucksvoll, welchen Weg die Münchner unter dem Belgier eingeschlagen haben. Mit nunmehr 39 Siegen, neun Unentschieden und lediglich zwei Niederlagen kommt Kompany auf einen Punkteschnitt von 2,52 Zählern pro Spiel. Ein Wert, der historisch einzuordnen ist.

Denn damit ist Kompany auf den Spuren von Erfolgscoach Pep Guardiola. Auch der Spanier prägte seine Bayern-Zeit mit Dominanz, Kontrolle und Erfolg, wenngleich er nach 50 Spielen mit 2,62 Punkten pro Partie weiterhin den Bestwert hält.

Flick überholt, Vorsprung ausgebaut

Mit dem Kantersieg gegen Wolfsburg hat Kompany jedoch Hansi Flick verdrängt. Der Triple-Coach kam nach 50 Bundesliga-Spielen auf 125 Punkte und einen Schnitt von 2,50 – Kompany liegt nun knapp darüber. Es ist ein weiteres Indiz dafür, wie konstant und zielstrebig die Münchner unter dem Belgier performen.

Auch tabellarisch hat der Auftritt Gewicht. Nach dem Ausrutscher von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt haben die Bayern ihren Vorsprung an der Spitze auf elf Punkte ausgebaut. Der Rekordmeister wirkt stabil, fokussiert und brutal effizient – Eigenschaften, die stark an die Guardiola-Jahre erinnern.

Kompany entwickelt sich immer mehr zum Taktgeber einer neuen Bayern-Ära. Der Vergleich mit Guardiola ist längst keine gewagte These mehr, sondern wird Woche für Woche mit Zahlen, Ergebnissen und Auftritten untermauert. Das 8:1 gegen Wolfsburg war dafür sinnbildlich – und womöglich erst der Anfang.

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