Der FC Bayern hat mit dem 8:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg ein echtes Ausrufezeichen zum Bundesliga-Restart gesetzt, musste den Kantersieg allerdings mit einer Verletzung bezahlen. In der Schlussphase der Partie verletzte sich Josip Stanisic und sorgte damit für neue personelle Sorgen bei den Münchnern.
Der kroatische Außenverteidiger knickte mit dem rechten Fuß unglücklich um und ging sichtlich angeschlagen zu Boden. Zunächst versuchte Stanisic, die Partie fortzusetzen, da Vincent Kompany bereits alle Wechselmöglichkeiten ausgeschöpft hatte. Nach wenigen Minuten war jedoch klar, dass es nicht weitergeht. In Absprache mit dem Trainer humpelte der 24-Jährige in Richtung Kabine, der FC Bayern musste die letzten Minuten in Unterzahl überstehen.
Kompany über Stanisic: „Hat nicht gut ausgesehen“

Entwarnung konnte unmittelbar nach dem Spiel noch niemand geben. Kompany erklärte nach Abpfiff, dass er noch keine genaue Diagnose habe. Das Umknicken habe allerdings „nicht gut ausgesehen“, weshalb man nun abwarten müsse, wie schwer die Blessur tatsächlich sei. Die Hoffnung in München ist groß, dass es sich lediglich um eine kleinere Verletzung handelt und Stanisic nicht länger ausfällt.
Besonders brisant ist die Situation, weil die Personallage beim Rekordmeister ohnehin angespannt ist. Gegen Wolfsburg fehlten bereits Joshua Kimmich aufgrund seiner Sprunggelenksprobleme, Alphonso Davies und Sacha Boey krankheitsbedingt sowie Minjae Kim wegen Oberschenkelbeschwerden. Sollte Stanisic ebenfalls ausfallen, würde sich die defensive Rotation weiter zuspitzen.
Viel Zeit zur Regeneration bleibt den Bayern ohnehin nicht. Bereits am Mittwoch steht das nächste Pflichtspiel an, wenn der FC Bayern auswärts beim 1. FC Köln gefordert ist. Ob Stanisic dabei zur Verfügung stehen kann, dürfte sich in den kommenden Tagen entscheiden. Bis dahin bleibt trotz des sportlich perfekten Abends ein kleiner Schatten über dem Kantersieg gegen Wolfsburg.
