Vorteil für Bayern: Neue Entwicklung im Schlotterbeck-Poker

Sebastian Mittag

Im Transferpoker um Nico Schlotterbeck zeichnet sich eine Entwicklung ab, die dem FC Bayern in die Karten spielen könnte.

Entgegen jüngster Spekulationen plant Real Madrid offenbar keinen konkreten Vorstoß für den Innenverteidiger von Borussia Dortmund. Das berichtet die spanische Marca.

Das widerspricht Berichten der BILD, wonach Schlotterbeck zuletzt verstärkt in den Fokus der Königlichen gerückt sei. Hintergrund dieser Spekulationen war demnach die bevorstehende Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern, an dem Real Madrid ebenfalls interessiert gewesen sein soll. Da diese Option wegfalle, sei Schlotterbeck als mögliche Alternative gehandelt worden.

Laut BILD hätte der BVB im Falle eines Verkaufs eine Ablöse von rund 50 Millionen Euro aufgerufen, sollte sich der 26-Jährige gegen eine Verlängerung über 2027 hinaus entscheiden.

Nach Informationen der Marca verfolgt Real Madrid diese Spur jedoch aktuell nicht weiter. Zwar sondiert der spanische Rekordmeister weiterhin den Markt für Defensivspieler, ein konkreter Schlotterbeck-Plan besteht demnach aber nicht. Real hatte bereits im vergangenen Sommer massiv in die Abwehr investiert und mit Dean Huijsen, Alvaro Carreras und Trent Alexander-Arnold drei neue Verteidiger verpflichtet. Zudem laufen die Verträge von Antonio Rüdiger und David Alaba im kommenden Sommer aus, wobei sich vor allem bei Alaba eine Trennung abzeichnet. Auch die erneute Langzeitverletzung von Eder Militao spielt in den Überlegungen eine Rolle.

Neben Upamecano sollen bei Real zwischenzeitlich auch Ibrahima Konaté vom FC Liverpool sowie Marc Guehi von Crystal Palace Thema gewesen sein – letzterer steht ebenfalls auf der Liste des FC Bayern.

Schlotterbeck bleibt trotz Upamecano-Verbleib ein Bayern-Thema

Unabhängig davon bleibt Nico Schlotterbeck beim FC Bayern weiterhin auf dem Radar. Sein Vertrag in Dortmund läuft bis Sommer 2027, der BVB drängt auf eine Verlängerung, doch der Nationalspieler spielt bislang auf Zeit. Nach Informationen der BILD beschäftigen sich die Münchner selbst im Falle eines langfristigen Upamecano-Verbleibs weiterhin mit Schlotterbeck. Grund dafür ist die intern noch nicht abschließend geklärte Zukunft von Minjae Kim, dessen Abschied im Sommer nicht ausgeschlossen ist.

Nico Schlotterbeck
Foto: IMAGO

Eine konkrete Bayern-Offensive bei Schlotterbeck ist kurzfristig allerdings kein Thema. In München wird vielmehr ein ablösefreies Szenario im Sommer 2027 als realistische Option betrachtet, sollte Schlotterbeck seinen Vertrag in Dortmund nicht verlängern.

Beim BVB gibt man sich weiter kämpferisch. Sportdirektor Sebastian Kehl betonte zuletzt: „Natürlich versuchen wir zu überzeugen – mit all der Power, die dieser Klub hat, ich glaube auch, mit der Wertschätzung, die der Junge spürt, mit den Zielen, die wir gemeinsam erreichen wollen.“ Gleichzeitig machte Kehl deutlich, dass man dem Prozess Zeit geben wolle: „Solche Themen müssen ein bisschen reifen.“

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