Der FC Bayern hat den VfL Wolfsburg mit 8:1 überrollt – und Tom Bischof lieferte nach dem Abpfiff eine bemerkenswert offene Einordnung dieses Kantersiegs. Der junge Mittelfeldspieler sprach über den schwierigen Start, den klaren Plan für die zweite Halbzeit und darüber, warum es ihm im Bayern-Gefüge derzeit so leichtfällt, Leistung zu bringen.
Bischof machte keinen Hehl daraus, dass die Partie zunächst alles andere als ein Selbstläufer war. „Überragend. Die erste Halbzeit war schwerer, natürlich“, sagte er mit Blick auf den Spielverlauf im Gespräch mit DAZN. Umso klarer sei die Marschroute für die zweiten 45 Minuten gewesen. „Wir wollten sie dann direkt in der zweiten Halbzeit so killen und direkt in den ersten zehn Minuten ein, zwei Tore drauflegen, dass das Spiel dann auch einfacher wird für uns.“
Genau dieser Ansatz zahlte sich aus. Der FC Bayern kam mit maximaler Intensität aus der Kabine, erhöhte sofort den Druck und zog Wolfsburg den Stecker. „Und das haben wir, glaube ich, gut hinbekommen“, erklärte Bischof zufrieden. Der frühe Torregen sorgte nicht nur für klare Verhältnisse, sondern auch für spürbare Erleichterung innerhalb der Mannschaft. „Natürlich freut es für uns alle, dass wir so einen Sieg jetzt in der Tasche haben.“
Gier, Selbstvertrauen und ein Platz im Bayern-Getriebe

Auf die Frage, was letztlich den Ausschlag gab, brachte Bischof es auf eine einfache, aber vielsagende Formel. „Es ist ganz und gar nicht leicht gegen Wolfsburg zu gewinnen, weil allgemein dann so einen hohen Sieg zu erzielen“, stellte er klar. Entscheidend sei jedoch die Haltung gewesen. „Ich glaube einfach, dass wir dann so geil auf den Sieg waren, mehr Bock hatten, das Spiel jetzt in unsere Richtung zu drehen.“
Diese Gier nach Erfolg zieht sich aktuell durch die gesamte Mannschaft – und erleichtert auch jungen Spielern wie Bischof die Integration. „Es ist ganz einfach in dem Team“, erklärte er mit sichtbarem Selbstvertrauen. „Die können kicken und dann ist es ganz einfach reinzufinden.“ Dass er selbst seinen Teil beiträgt, verschwieg er dabei nicht: „Ich habe auch ein bisschen was drauf, deswegen, das passt dann.“
Auch positionsbezogen fühlt sich Bischof flexibel und angekommen. „Ich mag beides“, sagte er über seine Rollen auf dem Platz, ließ aber keinen Zweifel an seiner Vorliebe: „Aber ich glaube, die Sechs mag ich noch ein bisschen mehr.“
