Nicolas Jackson steht mit dem Senegal im Finale des Afrika-Cups. Die „Löwen der Teranga“ setzten sich am Mittwochabend im marokkanischen Tanger mit 1:0 gegen Ägypten durch und lösten damit das Ticket für das Endspiel. Der Bayern-Angreifer stand dabei von Beginn an auf dem Platz und erlebte eine Partie, die lange Zeit von Geduld, Disziplin und defensiver Stabilität geprägt war – ehe Sadio Mané einmal mehr zur entscheidenden Figur wurde.
Die erste Halbzeit bot nur wenig Spektakel. Beide Teams agierten vorsichtig, Fehler sollten um jeden Preis vermieden werden. Senegal kontrollierte zwar Ball und Raum, fand jedoch kaum Lücken in der gut organisierten ägyptischen Defensive. Nicolas Jackson arbeitete viel gegen den Ball, band Gegenspieler und sorgte mit seinen Laufwegen dafür, dass die Abwehr der Pharaonen permanent in Bewegung blieb. Klare Torchancen blieben dennoch aus.
Ägypten setzte nahezu ausschließlich auf defensive Absicherung und lauerte auf Umschaltmomente, kam offensiv jedoch kaum zur Entfaltung. So ging es folgerichtig torlos in die Kabinen, auch wenn Senegal bereits zur Pause mehr Präsenz und Kontrolle zeigte.
Mané entscheidet – Senegal dominiert
Nach dem Seitenwechsel erhöhte der amtierende Afrika-Cup-Sieger spürbar den Druck. Senegal spielte nun zielstrebiger, gewann zweite Bälle und schnürte Ägypten phasenweise tief in der eigenen Hälfte ein. Die Überlegenheit ließ sich nun auch statistisch belegen. Wie die Zahlen zeigen, wies die Torschuss-Statistik beim entscheidenden Treffer ein klares 11:0 zugunsten der Mannschaft um Nicolas Jackson aus.
In der 78. Minute fiel schließlich die Entscheidung. Ein abgeblockter Abschluss landete vor den Füßen von Sadio Mané, der aus rund 20 Metern flach und präzise in die linke Ecke traf. Ein Tor mit Symbolkraft – und der verdiente Lohn für eine zunehmend dominante Vorstellung des Senegals. Für Ägypten gab es in der Schlussphase keine Antwort mehr, während Senegal die Partie souverän zu Ende spielte.
Jackson sammelt Final-Erfahrung
Auch wenn Jackson nicht selbst auf der Torschützenliste auftauchte, hatte der Bayern-Stürmer seinen Anteil am Finaleinzug. Der 24-Jährige arbeitete mannschaftsdienlich, presste konsequent und öffnete Räume für seine Mitspieler. Gerade in der zweiten Halbzeit profitierte Senegal von seiner Dynamik und Präsenz in der Offensive, auch wenn der letzte Pass oder Abschluss oft ausblieb.
Im Finale trifft Senegal am kommenden Sonntag um 20 Uhr in Rabat auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Nigeria und Gastgeber Marokko.
