Die Zeichen beim FC Bayern verdichten sich weiter: Der Abschied von Leon Goretzka rückt offenbar näher.
Nach Informationen der Sport BILD haben die Bayern-Bosse dem Management des 30-Jährigen inzwischen klar signalisiert, dass die Tendenz eher in Richtung Trennung geht – auch wenn die Gespräche noch nicht endgültig abgeschlossen sind.
Damit wird aus dem bislang offenen Szenario zunehmend ein konkreter Plan. Zwar wurde Goretzka zuletzt öffentlich nicht abgeschrieben, intern scheint die strategische Entscheidung jedoch immer klarer zu werden. Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, eine Verlängerung ist aktuell nicht mehr das bevorzugte Szenario der Verantwortlichen.
Sportlich hatte sich die Entwicklung bereits angedeutet. Unter Vincent Kompany ist Goretzka längst kein Fixpunkt mehr. In Abwesenheit von Joshua Kimmich setzte der Bayern-Coach beim 8:1-Kantersieg gegen Wolfsburg beispielsweise bewusst auf die jüngere Generation mit Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof.
Zwar konnte Goretzka bei seiner Einwechslung gegen Wolfsburg mit einem Tor und einem Assist noch einmal Eigenwerbung betreiben, doch an seiner grundsätzlichen Rolle hat das offenbar wenig geändert. Intern gilt er weiterhin als Abgangskandidat für den Sommer.
Strategischer Umbruch im Bayern-Mittelfeld
Hinzu kommt der finanzielle Aspekt. Goretzka zählt zu den Topverdienern im Kader, dieses Budget soll künftig anders verteilt werden – etwa für Vertragsverlängerungen von Leistungsträgern oder gezielte Investitionen in jüngere Spieler. Mit Blick auf die langfristige Kaderplanung passt ein hoch dotierter Vertrag für einen Ergänzungsspieler nicht mehr ins Konzept.

Entsprechend deutlich sollen die Signale an sein Umfeld ausgefallen sein: Auch wenn noch keine finale Entscheidung gefallen ist, rechnen die Bayern nicht mehr fest mit Goretzka über die Saison hinaus.
Ein Abgang im Winter ist weiterhin ausgeschlossen. Die Bayern wollen die Erfahrung des Nationalspielers in der Rückrunde nutzen, gerade mit Blick auf die zahlreichen Wettbewerbe. Doch alles deutet darauf hin, dass sich die Wege im Sommer trennen werden.
