Der FC Bayern hat mit dem Auswärtssieg beim 1. FC Köln nicht nur drei weitere Punkte eingefahren, sondern auch die beste Hinrunde der Vereinsgeschichte perfekt gemacht. Nach dem Spiel stellte sich Serge Gnabry den Fragen von Sky und fand dabei klare Worte zur Leistung der Münchner, zur Schwierigkeit der Aufgabe und zur aktuellen Stärke des deutschen Rekordmeisters.
Für Gnabry war es ein besonderer Abend. Nach längerer Zeit stand der Offensivspieler wieder in der Startelf und krönte seine Leistung mit einem Treffer. Entsprechend positiv fiel sein erstes Fazit aus: „Danke, sehr, sehr gut. Gerade eben hat der Trainer auch erzählt, dass wir einen Rekord haben. Sorry, fühlt sich natürlich umso besser an und ja, ein ganz wichtiger Sieg heute bei einem schwierigen Gegner.“
Dass es in Köln kein Selbstläufer werden würde, war den Bayern von Beginn an bewusst. Gnabry betonte, dass man auf genau dieses Szenario vorbereitet gewesen sei: „Überrascht sind wir nicht gewesen. Wir haben im Pokal schon hier gespielt. Ich glaube das Spiel war sehr, sehr ähnlich.“ Die Kölner hätten erneut versucht, mit viel Bewegung und Aggressivität den Spielfluss der Münchner zu stören. „Die Kölner haben versucht, viel Rotation reinzubringen, uns ein bisschen aus den Positionen zu bringen, gehen in Führung. Da natürlich der Support hier von den Fans“, so Gnabry weiter. Entscheidend sei jedoch gewesen, die Ruhe zu bewahren. „Wir wussten, wenn wir geduldig bleiben, unser Spiel spielen, gehen die Räume irgendwann auf. Und ja, dann haben wir verdient gewonnen.“
Bayern-Stärke liegt im Umgang mit Rückschlägen

Angesprochen auf die aktuelle Dominanz des FC Bayern und die Fähigkeit, auch schwierige Spiele zu drehen, verwies Gnabry vor allem auf die mentale Reife der Mannschaft. „Ich denke im Moment schaffen wir es einfach auch bei Setbacks wieder ein Spiel zu finden, unserem Spiel treu zu bleiben, nicht hektisch zu werden und irgendwas anderes zu machen, sondern unser Spiel weiter aufzuziehen“, erklärte der Nationalspieler.
Gerade diese Konsequenz mache den Unterschied aus. Die Bayern wüssten um ihre Stärken und ihre Qualität, ohne dabei die Geduld zu verlieren. „Wir wissen irgendwann geht der Raum auf. Natürlich haben wir auch eine enorme Qualität und so kommt eins und eins zusammen“, fasste Gnabry zusammen.
Der Auftritt in Köln war damit sinnbildlich für die bisherige Saison des FC Bayern: nicht immer spektakulär, aber reif, kontrolliert und letztlich erfolgreich. Gnabrys Aussagen unterstreichen, warum die Münchner aktuell kaum zu stoppen sind – selbst dann, wenn der Spielverlauf zunächst gegen sie läuft.
