Beim FC Bayern ist die Innenverteidigung für die kommende Saison eigentlich klar geplant – und genau das hat aktuell direkte Auswirkungen auf die Personalie Nico Schlotterbeck.
Ein Transfer des Dortmunders nach München ist nach Informationen der Sport BILD derzeit kein Thema mehr. Der Grund liegt in der aktuellen Kaderstruktur der Bayern-Abwehr.
Hinter Dayot Upamecano, der kurz vor einer Vertragsverlängerung steht, und Abwehrchef Jonathan Tah sehen die Verantwortlichen den Kader momentan ausreichend besetzt. Mit Josip Stanisic, Minjae Kim und Hiroki Ito stehen gleich drei Backup-Optionen zur Verfügung. Unter diesen Voraussetzungen wurde ein zwischenzeitlich diskutierter Vorstoß bei Schlotterbeck wohl vorerst ad acta gelegt.
Die Situation könnte sich allerdings laut dem Bericht noch verändern. Ein Schlotterbeck-Transfer rückt demnach dann wieder auf die Agenda, falls Minjae Kim mit einem Wechselwunsch an die Bayern-Bosse herantreten sollte. Genau das ist aktuell jedoch nicht der Fall. Der Südkoreaner, der noch bis 2028 unter Vertrag steht, nimmt seine Reservistenrolle derzeit gelassen hin.
Nach Informationen der Sport BILD ist Kim nicht unzufrieden, da er die Nachwirkungen seiner körperlichen Probleme aus der vergangenen Saison auskurieren kann. Sein klares Ziel ist es, wieder hundertprozentig fit zu werden, um anschließend den Konkurrenzkampf um die Stammplätze aufzunehmen. Erst wenn sich diese Geduld bis zum Saisonende sportlich nicht auszahlen sollte, will Kim seine Zukunft neu bewerten.
Guéhi bleibt Kandidat beim FC Bayern
Unabhängig von Schlotterbeck halten die Bayern weiterhin Ausschau nach Alternativen. Vor allem Marc Guéhi von Crystal Palace bleibt ein Thema, sollte der englische Nationalspieler im Sommer ablösefrei auf den Markt kommen. Gleichzeitig ist den Münchnern bewusst, dass ein Guéhi-Deal auch schon in diesem Winter über die Bühne gehen könnte.
Hintergrund ist der akute Verteidiger-Bedarf bei Manchester City. Pep Guardiola sucht nach mehreren Verletzungen dringend Verstärkung für seine Defensive, was den Transferpoker zusätzlich beschleunigen könnte.
Für Nico Schlotterbeck gilt damit vorerst: Seine Bayern-Chancen hängen maßgeblich an der Personalie Minjae Kim. Solange der Südkoreaner keinen Wechsel forciert, bleibt ein Münchner Vorstoß beim BVB-Verteidiger eher unwahrscheinlich.
