Zwei Spieler im Fokus: Bayern setzt Transfer-Prioritäten für den Sommer

Vjekoslav Keskic

Der FC Bayern verzichtet im Winter ganz bewusst auf personelle Nachbesserungen, doch das bedeutet keineswegs Stillstand in der Kaderplanung. Hinter den Kulissen richten Max Eberl und Christoph Freund den Blick längst auf den Transfer-Sommer 2026 – und haben dabei offenbar klare Prioritäten definiert. Besonders die Offensive rückt trotz der sportlichen Dominanz der Münchner in den Fokus.

Sportlich gibt es aktuell kaum Argumente für akuten Handlungsbedarf. Die Mannschaft von Vincent Kompany spielt sich in der Bundesliga regelmäßig in einen Rausch und zerlegt ihre Gegner mit beeindruckender Konsequenz. Der jüngste 8:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg war sinnbildlich für die Offensivpower des Rekordmeisters. Und doch sind die Verantwortlichen überzeugt, dass punktuelle Verstärkung notwendig ist, um langfristig auf höchstem Niveau konkurrenzfähig zu bleiben.

Linke Außenbahn rückt in den Fokus

Wie Sky berichtet, haben die Bayern ihre Transfer-Planung im Offensivbereich konkretisiert. Besonders die linke Außenbahn steht dabei im Mittelpunkt. Mit Luis Díaz verfügt der FCB dort über einen absoluten Unterschiedsspieler, der das Angriffsspiel prägt und regelmäßig für Gefahr sorgt. Allerdings sehen die Verantwortlichen genau hier eine strukturelle Schwachstelle: Dem Kolumbianer fehlt es an echter Entlastung.

Ein längerer Ausfall von Díaz würde Vincent Kompany vor erhebliche Probleme stellen. Alternativen mit vergleichbarem Profil und Niveau sind im aktuellen Kader kaum vorhanden. Genau deshalb möchte der FC Bayern im Sommer nachlegen und die Tiefe auf dem linken Flügel gezielt erhöhen.

Gnabry soll bleiben – dennoch neuer Flügelspieler geplant

Unabhängig von der angestrebten Vertragsverlängerung mit Serge Gnabry steht laut Sky fest, dass ein zusätzlicher Flügelspieler verpflichtet werden soll. Die Planungen sehen ausdrücklich vor, Gnabry im Kader zu halten und dennoch einen neuen Offensivspieler dazuzuholen. Der Rekordmeister wird zwar mit zahlreichen Namen in Verbindung gebracht, intern kristallisieren sich derzeit jedoch zwei klare Favoriten heraus.

Demnach richten sich die Blicke von Eberl und Freund aktuell auf Yan Diomande und Said El Mala. Beide gelten als absolute Shootingstars und erfüllen das gesuchte Profil für die linke Außenbahn. Abhängig von Verfügbarkeit und Preis im Sommer sollen sie ganz oben auf der Wunschliste stehen.

Hohe Ablösen einkalkuliert

Yan Diomande
Foto: IMAGO

Ein Schnäppchen dürfen die Bayern bei beiden Kandidaten allerdings nicht erwarten. Dem Vernehmen nach bewegen sich die aufgerufenen Summen in einer Größenordnung, die eine sorgfältige Abwägung erfordert. Für DFB-Youngster Said El Mala steht eine Ablöse zwischen 40 und 50 Millionen Euro im Raum. Noch teurer könnte Yan Diomande werden, bei dem RB Leipzig offenbar erst ab einer Summe von über 60 Millionen Euro gesprächsbereit ist.

Trotz der hohen Preise schrecken die Münchner vor einem solchen Investment nicht zurück. Die Verantwortlichen sind sich bewusst, dass Qualität auf dem internationalen Transfermarkt ihren Preis hat – insbesondere auf den Flügelpositionen. Ziel ist es, die offensive Durchschlagskraft langfristig abzusichern und zugleich flexibler auf Ausfälle reagieren zu können.

Auch wenn der FC Bayern aktuell kaum zu stoppen scheint, zeigt die Transfer-Strategie für den Sommer 2026, dass man sich auf Erfolgen nicht ausruhen will. Eberl und Freund planen vorausschauend – und haben die nächste Baustelle bereits klar identifiziert.

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