El Mala einer für Bayern? Eberl schwärmt vom Köln-Juwel

Vjekoslav Keskic

Max Eberl schwärmt von Kölns Juwel Said El Mala – und überrascht mit erstaunlich detailliertem Wissen über den Youngster.

Said El Mala erwischte beim 3:1 des FC Bayern in Köln keinen Sahnetag. Gegen die dominante Mannschaft von Vincent Kompany blieb der 19-Jährige weitgehend blass, echte Akzente konnte der Shootingstar des 1. FC Köln nicht setzen. Und doch stand El Mala nach dem Spiel plötzlich im Mittelpunkt – nicht wegen seiner Leistung, sondern wegen der bemerkenswerten Aussagen von Max Eberl.

Eberl wird auf El Mala angesprochen – und bleibt zunächst reserviert

Bestens gelaunt stellte sich der Bayern-Sportvorstand am Mittwochabend im RheinEnergieSTADION den Fragen der Journalisten. Die Stimmung war gelöst, schließlich hatten die Münchner soeben mit der besten Hinrunde der Bundesliga-Geschichte die nächste Bestmarke gesetzt und führen die Tabelle nach 17 Spieltagen mit elf Punkten Vorsprung an.

Als Eberl jedoch auf Said El Mala angesprochen wurde, änderte sich der Ton zunächst. Die Frage, ob der Youngster in Köln gut aufgehoben sei – und ob er womöglich auch ein Thema für den FC Bayern werden könnte –, beantwortete der 52-Jährige bewusst sachlich. „Da müsst ihr die Kölner Kollegen fragen, was sie von ihm halten. Er ist beim FC unter Vertrag“, entgegnete Eberl und wich damit jeder Transferdebatte aus.

Detailtiefe verrät mehr als Zurückhaltung

Said El Mala
Foto: IMAGO

Doch ganz ließ ihn das Thema offenbar nicht los. Mit einem leichten Lächeln schob Eberl hinterher: „Ich glaube, Kölner Junge, der auch mal in der Gladbacher Jugend gespielt hat, wenn ich das richtig verstanden habe.“ Ein Satz, der zunächst beiläufig wirkte – und dann eine ganz eigene Dynamik entwickelte.

Als ein Kölner Reporter einwarf, El Mala komme aus der „Krefelder Jugend“, reagierte Eberl prompt. „Aber auch in der Gladbacher Jugend“, stellte der Bayern-Boss klar – plötzlich sehr sicher. Der Journalist ruderte zurück und erklärte, El Mala lediglich wegen seines Geburtsorts Krefeld so eingeordnet zu haben.

Eberl zögerte kurz, nur um dann noch weiter auszuholen. „Ah, das weiß ich jetzt wieder nicht“, sagte er – und legte direkt nach: „Aber Gladbacher Jugend und Meerbusch, glaube ich, und dann über Viktoria beim FC gelandet.“ Eine Detailkenntnis, die in der Mixed Zone nicht unbemerkt blieb.

Lacher – und ein klares Kompliment

Als Eberl selbst merkte, wie präzise seine Ausführungen geworden waren, reagierte er mit Humor. „Scheiße, jetzt denkt ihr, ich kenne ihn gut“, sagte er lachend. Die Mixed Zone quittierte den Moment mit Gelächter – doch die Botschaft war längst angekommen.

Am Ende fand der Sportvorstand klare Worte für den Kölner Shootingstar. „Toller Junge, macht Spaß ihn Fußballspielen zu sehen“, lautete Eberls Fazit. Ein ehrliches Kompliment, das trotz aller Zurückhaltung hängen blieb.

Der Eindruck verfestigte sich: Eberl kennt Said El Mala deutlich besser, als er zunächst vermitteln wollte. Überraschend ist das nicht. Der 19-Jährige gehört mit sieben Toren und drei Vorlagen aus 17 Bundesligaspielen zu den aufstrebenden Gesichtern dieser Saison und durfte im November sogar bei Bundestrainer Julian Nagelsmann vorspielen.

Dass der FC Bayern solche Spieler genau beobachtet, gehört zum Tagesgeschäft. Nach Informationen von Sky steht der DFB-Youngster sogar ganz weit oben auf der Wunschliste der Münchner für den Transfer-Sommer 2026.

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