Der FC Bayern hat sich mit einem 3:1-Erfolg beim 1. FC Köln durchgesetzt, doch ein Moment sorgte trotz des Sieges für Diskussionen. Beim einzigen Gegentreffer stand Manuel Neuer im Fokus – und musste sich im Anschluss auch kritischen Stimmen stellen.
In der 41. Minute zog Kölns Linton Maina aus rund 16 Metern ab. Der Ball kam mit Tempo aufs Tor, Neuer war noch mit beiden Händen dran, konnte den Einschlag jedoch nicht verhindern. Für einen kurzen Moment lag der Außenseiter überraschend in Führung. Die Körpersprache des Bayern-Kapitäns sprach Bände: Neuer blieb am Boden liegen und vergrub sein Gesicht in den Armen, sichtbar unzufrieden mit der eigenen Aktion.
Während der Live-Übertragung bei Sky fand Lothar Matthäus deutliche Worte. Der Rekordnationalspieler bewertete den Abschluss von Maina klar und sagte, der Schuss sei „haltbar“ gewesen. Eine Einschätzung, die unmittelbar für Gesprächsstoff sorgte.
Neuer selbst stellte sich nach Abpfiff der Szene und verteidigte sein Verhalten. „So kurz war das jetzt nicht. Sehr zentral, er kann überall hinschießen“, erklärte der 39-Jährige und ergänzte: „Ich versuche, mein Bestes zu machen. Und dann steht es 1:0 für den FC.“
Bayern-Boss Eberl nimmt Neuer in Schutz
Für den FC Bayern blieb der Gegentreffer ohne sportliche Konsequenzen. Noch vor der Pause glich Serge Gnabry in der Nachspielzeit aus. Nach dem Seitenwechsel drehten Min-jae Kim und Lennart Karl die Partie endgültig zugunsten der Münchner und sorgten für den nächsten Auswärtssieg.

Auch Sportvorstand Max Eberl nahm Neuer in Schutz. Der 52-Jährige verwies auf die schwierige Situation für einen Torhüter bei einem Abschluss aus dieser Distanz. Es könne immer passieren, „dass die Hand eben nicht komplett mit aller Kraft dahinter kommt“, erklärte Eberl. „Und dann sieht das so aus. Von meiner Seite kein Vorwurf.“
