Bei Manchester United herrscht einmal mehr Unruhe – und diese könnte im Sommer weitreichende Folgen haben. Nach einer weiteren enttäuschenden Saison und dem nächsten Trainer-Umbruch richten sich die Blicke nicht nur auf die Zukunft des Klubs, sondern vor allem auf seine größten Stars. Einer von ihnen steht dabei besonders im Fokus: Bruno Fernandes. Der Kapitän der „Red Devils“ denkt offenbar ernsthaft über einen Abschied nach – und der FC Bayern spielt in diesen Überlegungen eine nicht unwesentliche Rolle.
Wie das britische Portal iNews unter Berufung auf mehrere vereinsnahe Quellen berichtet, wächst bei Manchester United intern die Sorge, dass Bruno Fernandes den Klub verlassen will. Der Portugiese gilt als unumstrittener Führungsspieler, sportlich wie menschlich hoch geschätzt, doch die Geduld scheint begrenzt. Mit inzwischen 31 Jahren ist Fernandes weiterhin von großem Ehrgeiz getrieben und will Titel gewinnen – eine Perspektive, die ihm United aktuell kaum bieten kann.
Gerade diese Gemengelage macht den FC Bayern aufmerksam. Laut iNews zählt der deutsche Rekordmeister weiterhin zu den potenziellen Interessenten. Der Portugiese wird schon seit geraumer Zeit mit dem Rekordmeister in Verbindung gebracht.
Laut iNews schreckt man in München nicht davor zurück, auch etablierte Spieler jenseits der 30 zu verpflichten, sofern Qualität und Mentalität stimmen. Der Transfer von Harry Kane im Sommer 2023 für umgerechnet rund 100 Millionen Euro dient dabei als klares Signal: Erfahrung auf Weltklasse-Niveau ist an der Säbener Straße ausdrücklich erwünscht.
Fernandes passt in dieses Profil. Spielintelligenz, Führungsstärke, internationale Erfahrung und die Fähigkeit, einer Mannschaft sofort Struktur zu geben. Dass der Portugiese Manchester United in den vergangenen Jahren phasenweise nahezu im Alleingang getragen hat, spricht ebenso für ihn wie seine Konstanz auf höchstem Niveau.
Bayern als logische Option?

Besonders interessant aus Bayern-Sicht ist ein Detail aus dem Vertrag des Mittelfeldspielers. Laut iNews soll dieser eine Klausel enthalten, die Fernandes einen Wechsel zu einem Klub außerhalb Englands für rund 66 Millionen Euro ermöglicht. Eine Summe, die weit über dem aktuellen Marktwert liegt, der auf 40 Millionen Euro taxiert wird.
Aus Münchner Sicht wäre Fernandes kein klassischer Perspektivtransfer, sondern ein sofortiger Fixpunkt. Gerade im Mittelfeld könnte ein solcher Spieler zusätzliche Stabilität und Kreativität bringen – auch mit Blick auf die ungewisse Zukunft von Leon Goretzka. Fernandes’ Führungsqualitäten und seine internationale Erfahrung würden perfekt zu einem Kader passen, der in den kommenden Jahren nicht nur national, sondern vor allem in Europa erfolgreich sein will.
Dennoch erscheint ein Wechsel nach München eher unwahrscheinlich. Deutschen Medienberichten zufolge suchen die Bayern einen jungen Nachwuchsspieler, der behutsam hinter dem Stammduo Joshua Kimmich und Aleksander Pavlovic aufgebaut werden kann. Fernandes hingegen wäre ein teurer Star-Neuzugang, der deutlich andere Ansprüche und Erwartungen hat.
